Feuchte Jahreszeit Herbst: richtig lüften

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Lüften im Herbst

Der Herbst ist da. Und wie fast immer nicht golden, sondern feucht. Deshalb ist diese Jahreszeit auch die, in der am meisten Feuchtigkeit in Häusern, Wohnungen und Kellern auftritt. Da heißt es, besonders viel und gut zu lüften, sonst staut sich die Feuchtigkeit und Schimmel entsteht, der nicht nur die Immobilie, sondern auch die Gesundheit gefährdet. Abhilfe schaffen dann elektrische Luftentfeuchter, Luftentfeuchter Granulat oder der vielleicht teure, aber notwendige Gang zum Experten.

Luftentfeuchter Granulat kann feuchte Räume trocknen

Viele Menschen lüften falsch, darauf weist ein Ratgeber zum richtigen Lüften hin. Und wer kennt es nicht aus dem Mehrparteienhaus? Im Sommer fangen die lieben Nachbarn besten Gewissens wie wild an, den Keller zu lüften, im Winter ist alles dicht. Genau falsch! Denn warme oder heiße Luft kann viel mehr Feuchtigkeit mit sich führen als kalte. Deshalb sollten im Sommer die Fenster des Kellers geschlossen bleiben, im Winter bei tiefen Minusgraden geöffnet werden.

Denn was passiert dann? Die kalte und trockene Luft dringt in den Keller ein, erwärmt sich und nimmt Feuchtigkeit auf. Darauf zirkuliert die nun warme und feuchte Luft aus dem Kellerfenster hinaus ins Freie. Kalte und trockene Luft strömt nach. Die Räumlichkeiten werden kostenlos und automatisch von Väterchen Frost getrocknet. Im Sommer verhält es sich natürlich genau andersherum. Deshalb sollten in Zeiten mit Plus-Graden gerade die Kellerfenster geschlossen bleiben.

Richtig lüften im Herbst

Wie ist es nun im Herbst? Der Herbst stellt eine Mischform dar. Wohnungen sollten immer wieder gelüftet werden, denn ein normaler vierköpfiger Durchschnittshaushalt produziert allein pro Tag etwa 15 Liter Wasserdampf durch Atmung und Co. Dieser Dampf muss entweichen. Beim Lüften gilt dann: Lieber mehrmals kurz und stark lüften, als permanent ein Fenster gekippt zu halten.

Handwerker Tipp

Fakt!

Kippen sorgt nur für wenig Luftaustausch, kann aber eine Wohnung dennoch unnötig stark auskühlen lassen, ohne dass dadurch viel Feuchtigkeit nach draußen transportiert würde. Außerdem sollten Sie die Feuchtigkeit in ihren Räumlichkeiten überwachen, dafür eignet sich beispielsweise perfekt ein Hygrometer.

Video: Schimmel vermeiden – richtig lüften!

Wenn es zu spät ist, muss entfeuchtet werden

Sollte schon Feuchtigkeit in der Wohnung, einem Raum oder im Keller sein, kommt man um eine Entfeuchtung nicht herum. Je nach Schwere des Vorfalls gibt es unterschiedliche Ansätze. Ist die Feuchtigkeit nicht tief ins Mauerwerk eingedrungen, kann man mit elektrischen Luftentfeuchtern oder Luftentfeuchter Granulat schnelle Erfolge erzielen. Sollte es jedoch bereits zu schweren Schäden und starker Schimmelbildung gekommen sein, führt wohl nichts am Gang zum Experten für Entfeuchtung vorbei.

Bildquelle: ©iStock/sUs_angel

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Klaus Peters

Klaus Peters, 1970 in Dresden geboren, hat vor 10 Jahren seinen Handwerksmeister an der Meisterschule Hannover gemacht. Seit 2001 arbeitet und lebt der Frauenschwarm als selbständiger Handwerker (Gas & Wasser) in Berlin. Seit sein Sohn ihm vor zwei Jahren das Internet näher gebracht hat, ist der Naturliebhaber und Angler mittlerweile ein passionierter Blogger und Online-Redakteur in seiner Branche. Texte zu den Themen Garten, Möbel, Ein- und Umzug sowie Dekoration und Bau sind sein täglich Brot.

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