Rosenranken – Welche Art passt am besten zu mir und meinem Garten?

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Rosenranken im Garten

Ein Sprichwort besagt, dass ein Garten ohne Rose wie eine Rose ohne Duft sei. Verleihen Rosen jedem Garten doch einen geradezu majestätischen Charakter. Kein Wunder also, dass Mutter Natur in Form von gezielter Züchtung derart unter die Arme gegriffen wurde, dass es mittlerweile gut dreißigtausend verschiedene Sorten gibt. Einen beachtlichen Anteil davon tragen Rank- und Kletterrosen, die kleine Kletterhilfen, Spaliere und Gartentorbögen sowie ganze Häuserfassaden schmücken können.

Die wichtigsten Unterscheidungsmerkmale im Überblick

Vorab ist anzumerken, dass die Begriffe Rankrosen und Kletterrosen gerne synonym verwendet werden. Tatsächlich handelt es sich hierbei aber um grundverschiedene Rosenarten. Eines der wichtigsten Unterscheidungsmerkmale ist dabei, dass Kletterrosen zumeist bloß 2 bis 2,5 m hoch werden, wohingegen die Triebe der Rankrosen spielend eine länge von 7 bis 10 m und mehr erreichen können.

Dafür blühen sie in der Regel nur einmal bis maximal zweimal im Jahr, wohingegen es von den Kletterrosen auch Sorten gibt, die fast das ganze Jahr hindurch bis in den späten Herbst und manchmal sogar bis in den frühen Winter hinein blühen. Wobei festzuhalten bleibt, dass es Ausnahmen gibt. So gibt es zum Beispiel diverse Kletterrosensorten, die unter optimalen Bedingungen über die zuvor genannte Wuchshöhe hinaus wachsen können, und einige wenige Rankrosen, die wie Kletterrosen annähernd ganzjährig blühen.

Davon abgesehen unterscheiden sich Rosen selbstverständlich auch in der Farbe, Größe und Formgebung sowie im Duft ihrer Blüten.

Eingang mit Rosenranken

Wobei in Hinblick auf den Duft noch zu erwähnen wäre, dass bei diesem nicht alleine die Duftnote, sondern vor allem auch die Duftintensität entscheidend sein kann, wenn es darum geht, welche Rose denn nun am besten zu einem passt.

Der Standort ist entscheidend!

Selbstverständlich sind der Duft, das Aussehen und das Blühverhalten ganz entscheidende Kriterien. Mindestens ebenso wichtig, wenn nicht gar ausschlaggebend sind jedoch die jeweiligen Standortansprüche der vielen verschiedenen Rosen, die sich schon alleine aufgrund einer dahin gehend gezielten Züchtung stark voneinander unterscheiden können. Besondere Aufmerksamkeit verdienen hierbei die vorherrschenden Lichtverhältnisse am angedachten Standort.

Rosen an der HauswandDarüber hinaus kann selbstverständlich der Platzbedarf entscheidend sein, obgleich sich vor allem rankende und kletternde Rosen für gewöhnlich als extrem schnittbeständig erweisen.

Das heißt, dass sie selbst rigorose Rückschnitte völlig schadfrei überstehen können. Tatsächlich tendieren viele Rosen dazu, nach einem fachgerechten Rückschnitt noch schönere Blüten zu tragen. Des Weiteren können Rosen stark unterschiedliche Vorlieben in Bezug auf die Beschaffenheit ihres Bodens aufweisen, was aber an sich zu vernachlässigen ist, da sich die Bodenbeschaffenheit zur Not einfach durch das bedarfsgemäße Beimischen von Sand, Blumenerde, frischem Humus oder reifem Kompost und dergleichen mehr an die jeweiligen Bedürfnisse anpassen lässt.

Video: Gartenliebling Rosen! – service:garten – hr-fernsehen

Handwerker Tipp

Immer nur eine einzelne Rosenpflanze pro Standort!

In Hinblick auf die grenzenlos scheinende Vielfalt traumhaft schöner Rosen liegt die Versuchung nahe, gleich mehrere Kletter- und/oder Rankrosen an einem einzigen Standort anzupflanzen. Davon ist aber nicht nur aufgrund der zum Teil stark unterschiedlichen Standortansprüche abzuraten.

Hinzukommt nämlich noch, dass vor allem die stark wachsenden Rank- und Kletterrosen eher miteinander konkurrieren als sich gegenseitig zu ergänzen, sodass letztendlich bloß eine einzige Rose dominieren würde, wohingegen die anderen über kurz oder lang verkümmern oder sogar gänzlich eingehen würden.

Einzige Ausnahme ist das Pflanzen anderer Rosenarten, wie zum Beispiel Hochstil- oder Hochstammrosen, die aber vergleichbare Ansprüche an den Boden, die Lichtverhältnisse, die Nährstoffe sowie die Bewässerung stellen sollten und unbedingt in gebührendem Abstand zu ihren kletternden oder rankenden Verwandten gepflanzt werden müssen.

Die Qual der Wahl

Bei gut dreißigtausend verschiedenen Rosensorten könnte die Auswahl einer passenden Rankrose schnell zu einer wahren Qual werden. Tatsächlich erweist sie sich aber als unglaublich sinnliches Erlebnis, sofern sich Zeit gelassen wird, das Aussehen und vor allem die Düfte der zur Auswahl stehenden Rosen auf sich wirken zu lassen.

Hier weiterlesen: Den Garten für den Sommer vorbereiten mit einem Gartenhaus Fjerresund

Bildquellen:
©iStock.com/ca2hill
©iStock.com/ErenaWilson
©iStock.com/Vera-g

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Klaus Peters

Klaus Peters, 1970 in Dresden geboren, hat vor 10 Jahren seinen Handwerksmeister an der Meisterschule Hannover gemacht. Seit 2001 arbeitet und lebt der Frauenschwarm als selbständiger Handwerker (Gas & Wasser) in Berlin. Seit sein Sohn ihm vor zwei Jahren das Internet näher gebracht hat, ist der Naturliebhaber und Angler mittlerweile ein passionierter Blogger und Online-Redakteur in seiner Branche. Texte zu den Themen Garten, Möbel, Ein- und Umzug sowie Dekoration und Bau sind sein täglich Brot.

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