Das eigene Wohnzimmer tapezieren – Venyl, Vlies oder Rauhfaser?

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Es gibt Tapeten, bei denen selbst erfahrene Tapezierprofis schnell an ihre Grenzen stoßen. So zum Beispiel Velourstapeten mit samtig weichen Textilflocken, die zwar unsagbar dekorativ sind, aber sich leicht platt drücken lassen. Oder auch die neuartigen Metall-Tapeten, bei denen sogar kleinste Fehler für immer sichtbar bleiben. Daneben gibt es aber auch Tapeten, die sich so einfach an die Wand bringen lassen, dass selbst ungeübte Anfänger, die noch nie zuvor tapeziert haben, damit keine Probleme haben sollten. Allen voran sind hierbei Raufaser-, Vlies- und Vinyltapeten zu nennen.

Raufasertapeten sind der Klassiker schlechthin

Raufasertapeten erweisen sich aufgrund gleich mehrerer Eigenschaften als ideale Tapeten für Anfänger. Eine dieser Eigenschaften ist ihre extrem hohe Reißfestigkeit, dank der selbst dann, wenn die Tapete einmal zu nass vom Kleister sein sollte, keine Risse zu befürchten sind.

Zudem sind Raufasertapeten ausgesprochen formbeständig, sodass sie sich an der Wand noch gut verschieben lassen, um bündig anzuschließen. Hinzukommt, dass Raufasertapeten mehrfach überstrichen werden können, wodurch sich unschöne Kleberflecken problemlos verbergen lassen. Ungeachtet dessen muss nicht gleich wieder neu tapeziert werden, wenn das Wohnzimmer einen neuen Look erhalten soll.
 
 
 
 

Video: So kommt Ihre Tapete an die Wand!

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Das Problem ist nur, dass aufgrund ihrer Strukturierung nicht einfach erneut auf Raufasertapeten tapeziert werden kann, weshalb sie rückstandslos entfernt werden müssen, sobald es wieder einmal Zeit für einen Tapetenwechsel ist. Wobei in diesem Zusammenhang noch anzumerken ist, dass Raufasertapeten zumeist bis zu 90 Prozent aus Recyclingfasern bestehen, weshalb zumindest in Hinblick auf den Umweltschutz nichts gegen ein erneutes Tapezieren spricht.

Vliesfasertapeten gehören zu den beliebtesten Tapeten überhaupt

Ein Grund für die enorme Beliebtheit von Vliesfasertapeten ist sicherlich die nahezu grenzenlose Auswahl, in der sie mittlerweile angeboten werden. So gibt es zum Beispiel Vliestapeten, die ähnliche Strukturen wie Raufasertapeten aufweisen, sowie Tapeten, die so glatt sind, dass mit ihnen auf eine eigenständige Leinwand im Heimkino verzichtet werden kann. Zudem gibt es Vliestapeten in allen nur erdenklichen Farben sowie mit unterschiedlichsten Mustern und Motiven. Ferner muss darauf hingewiesen werden, dass Vliestapeten für gewöhnlich völlig problemlos überstrichen werden können und je nach Beschaffenheit darüber hinaus sogar ein Übertapezieren erlauben.

Handwerker Tipp

Vliestapeten vor allem für Anfänger interessant

Was Vliestapeten aber vor allem anderen für Anfänger interessant macht, ist die Tatsache, dass nicht sie, sondern die Wände mit Tapetenkleber bestrichen werden. Der Hauptvorteil dabei ist schlicht und einfach der, dass das Tapezieren auf diese Weise viel sauberer und vor allem auch viel einfacher von der Hand geht. Immerhin sind die Tapeten beim Ankleben völlig trocken, sodass sie weder einreißen noch verkleben können. Außerdem spricht für Vliestapeten, dass sie extrem dimensionsstabil sind.

– > Wertvolle Tipps zum Tapezieren auf gutefrage.net

Vinyltapeten sind nahezu unverwüstlich

Vinyltapeten weisen einige Eigenschaften auf, die gerade für Anfänger äußerst interessant sein dürften. So sind Vinyltapeten zum Beispiel so robust, dass es geradezu ausgeschlossen ist, dass sie beim Tapezieren versehentlich eingerissen werden. Tatsächlich sind sie sogar unbrennbar oder zumindest nur sehr schwer entflammbar. Darüber hinaus können Vinyltapeten bedenkenlos abgewaschen werden, was nicht bloß in Hinblick auf unliebsame Kleisterflecken überaus erfreulich ist. Außerdem sind sie spaltbar abziehbar, was das Tapezieren an sich doch merklich erleichtert.

venyltapete

Allerdings ist darauf hinzuweisen, dass Vinyltapeten im Gegensatz zu den zuvor genannten Tapetenarten nicht atmungsaktiv sind, was in Hinsicht auf das Wohnzimmer vielleicht von Nachteil sein könnte. Für Küchen und Badezimmer dürfte es hingegen kaum bessere Tapeten als die überaus pflegeleichten Vinyltapeten geben.

Lesetipp: Ratgeber zum Thema Tapeten auf tapetenmarkt.de

Nicht bloß für Anfänger interessant!

Dass die zuvor genannten Tapeten perfekt für Anfänger sind, bedeutet selbstverständlich nicht, dass nicht auch versierte Tapeziermeister ihre wahre Freude damit haben.

Titelbild: © istock.com – DHSphoto
Textbild: © istock.com – archideaphoto

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Klaus Peters

Klaus Peters, 1970 in Dresden geboren, hat vor 10 Jahren seinen Handwerksmeister an der Meisterschule Hannover gemacht. Seit 2001 arbeitet und lebt der Frauenschwarm als selbständiger Handwerker (Gas & Wasser) in Berlin. Seit sein Sohn ihm vor zwei Jahren das Internet näher gebracht hat, ist der Naturliebhaber und Angler mittlerweile ein passionierter Blogger und Online-Redakteur in seiner Branche. Texte zu den Themen Garten, Möbel, Ein- und Umzug sowie Dekoration und Bau sind sein täglich Brot.

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