Esstische aus Massivholz: Welche Holzarten sind für den Alltagsgebrauch zu empfehlen?

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Massivholzmöbel im Allgemeinen und Esstische aus massivem Holz im Besonderen liegen nun schon seit einigen Jahren voll im Trend. Ein Grund hierfür dürfte vor allem in Hinblick auf Massivholztische sein, dass Massivholz im Gegensatz zu MDF (Mitteldichte Holzfaserplatte) definitiv frei von etwaigen Giftstoffen ist, welche unter keinen Umständen mit Lebensmitteln in Berührung kommen sollten. Davon abgesehen ist jeder Tisch aufgrund der natürlichen Besonderheiten seines Materials ein wahres Unikat von unvergleichbarer Schönheit. Allerdings stellt sich die Frage, aus welchem Holz der Esstisch gefertigt sein sollte.

Esstische aus massiver Eiche

Esstische aus massiver Eiche dürfen zumindest hierzulande als die Klassiker unter den Massivholzmöbeln schlechthin bezeichnet werden. Grund für die mittlerweile schon Jahrhunderte währende Tradition, Eiche für die Herstellung von Esstischen zu verwenden, ist zum einen die unsagbar schöne Maserung, die naturbelassenes Eichenholz auszeichnet. Zum anderen zählt Eiche zu den robustesten oder härtesten Holzarten überhaupt.

Darüber hinaus zeichnet sich das Holz der Eiche durch eine angenehm warme Farbgebung aus, die je nach Oberflächenveredlung sogar noch intensiviert werden kann. Wobei anzumerken ist, dass Esstische nicht komplett aus Eiche gefertigt sein müssen, damit die optischen Vorzüge von Eichenholz zum Tragen kommen. Als diesbezügliches Paradebeispiel darf der stilvoll moderne Eichenesstisch mit komplett transparenter oder leicht bronzefarbener Glastischplatte genannt werden.

Video: Massivholzmöbel – Pflege … so funktioniert es!

Esstische aus dem Holz der europäischen Süßkirsche

Eines der wichtigsten Herausstellungsmerkmale der Süßkirche ist, dass ihr extrem feinporiges Holz schon alleine aufgrund seiner klar erkennbaren Jahresringe und seiner edlen Farbgebung besonders wohnlich wirkt. Zudem muss jeder Esstisch aus massivem Kirschholz als erlesen bezeichnet werden. Ist die Süßkirsche von ihrem Wuchs her doch eher klein und astig, sodass nur wenige Bäume für die Herstellung großer Esstische geeignet sind. Darüber hinaus muss darauf hingewiesen werden, dass auch das rötlich gelbliche Holz der Süßkirsche mit einem durchschnittlichen Brinell-Wert von 30 bis 31 extrem hart und dementsprechend robust ist.

Esstische aus dem Holz des nordamerikanischen Nussbaums

Wenn es um Esstische aus Massivholz geht, müssen auch Tische aus Nussbaumholz genannt werden. Eine ganz besondere Empfehlung sind dabei Tische aus dem Holz des Amerikanischen Nussbaums, der trotz seines Namens überwiegend in Kanada zu finden ist. Eine Besonderheit des Amerikanischen oder auch Schwarzen Nussbaums ist nämlich, dass er vor allem in den ersten Jahren extrem schnell wächst. Zudem bleibt er bis auf eine Höhe von gut 8 bis 15 Metern nahezu astfrei, wodurch sein elegant gemasertes Holzbild geradezu makellos erscheint. Darüber hinaus reicht seine tief dunkle Farbe beinahe schon an Schokolade heran, wodurch unbehandelte Tische, die aus dem Holz des Schwarzen Nussbaums gefertigt sind, unbeschreiblich edel anmuten.

Handwerker Tipp

Holz des Amerikanischen oder Schwarzen Nussbaums nicht so hart wie Eiche

Allerdings muss darauf hingewiesen werden, dass das Holz des Amerikanischen oder eben Schwarzen Nussbaums bei Weitem nicht so hart wie das Holz der Eiche oder der Süßkirche ist. Wobei festzuhalten bleibt, dass ein Brinell-Wert von 25 bis 28 für einen Esstisch mehr als ausreichend sein sollte. Immerhin werden Esstische selbst beim alltäglichen Gebrauch weit weniger als zum Beispiel ein Dielenboden oder Parkettboden aus Nussbaumholz belastet.

Ein Esstisch aus massivem Holz nach Maß

Trotz der steigenden Nachfrage ist die Auswahl an schönen Esstischen aus Massivholz nicht bloß in Hinsicht auf das Design, sondern vor allem auch hinsichtlich der Abmessungen verhältnismäßig gering. Um so erfreulicher, dass man mittlerweile Massivmöbel online erwerben kann.

Bildquelle: Säulenesstisch Alira: © Esstische.de

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Klaus Peters

Klaus Peters, 1970 in Dresden geboren, hat vor 10 Jahren seinen Handwerksmeister an der Meisterschule Hannover gemacht. Seit 2001 arbeitet und lebt der Frauenschwarm als selbständiger Handwerker (Gas & Wasser) in Berlin. Seit sein Sohn ihm vor zwei Jahren das Internet näher gebracht hat, ist der Naturliebhaber und Angler mittlerweile ein passionierter Blogger und Online-Redakteur in seiner Branche. Texte zu den Themen Garten, Möbel, Ein- und Umzug sowie Dekoration und Bau sind sein täglich Brot.

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