Gartenteich anlegen: Wichtige Tipps zum Start der Frühjahressaison

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Der Winter ist noch nicht vollends zu Ende, und schon beginnt die neue Gartensaison. Immerhin gibt es eine Vielzahl an Arbeiten, die idealerweise lange vorher in Angriff genommen werden sollten, bevor die Natur aus ihrem Winterschlaf erwacht. So zum Beispiel das Anlegen eines Gartenteichs, bei dem es wichtig ist, den richtigen Zeitpunkt zu wählen.

Der richtige Zeitpunkt, einen Gartenteich anzulegen

Wer das Loch für den Gartenteich mithilfe einer Schaufel und eines Spatens von Hand ausheben möchte, sollte hierfür einen Zeitpunkt finden, zu dem der Boden bereits völlig frostfrei und zudem möglichst trocken ist.

Wenn das Loch hingegen mit einem Bagger ausgehoben werden soll, kann ein wenig Bodenfrost hingegen von Vorteil sein. Verhindert der Frost doch, dass der Boden zu sehr im weichen Gartenboden einsinkt und dabei womöglich den Rasen ruiniert oder das Wurzelwerk von Bäumen und Sträuchern irreversibel verletzt.

Die perfekte Lage für den Gartenteich

Zunächst einmal empfiehlt es sich, den Gartenteich auf einer möglich ebenen Fläche oder in einer natürlichen Mulde anzulegen. Zudem ist wichtig, dass der Bereich weitläufig frei von Bäumen und Sträuchern mit ausladenden Wurzeln ist. Ferner ist in der Nähe von Gebäuden besondere Vorsicht geboten. Kann ein Gartenteich bei lange anhaltenden Regenschauern doch nur allzu schnell überlaufen oder womöglich sogar einfach undicht werden.

Falls der Gartenteich selbst oder dessen Ufer mit ganz bestimmten Pflanzen bepflanzt werden soll, ist zudem wichtig, dass der Teich entsprechend zur Bepflanzung entweder an einem sonnigen, absonnigen oder schattigen Platz angelegt wird. Wer Fische in dem Teich ansiedeln möchte, sollte darüber hinaus darauf bedacht sein, dass der Teich ausreichend tief ist und zumindest teilweise im Schatten liegt.

Sonst besteht die Gefahr, dass der Teich sich im Sommer zu sehr erwärmt oder im Winter bis zum Grund einfriert. Entsprechend dazu empfiehlt es sich, an vermeintlich geeigneten Stellen erst einige „Probebohrungen“ durchzuführen, um so sicherzustellen, dass auch wirklich so tief wie angestrebt gegraben werden kann, ohne dabei womöglich auf eine durchgehende Steinschicht oder dergleichen zu stoßen.

Video: Gartenteich anlegen – Video: Wie Sie einen Gartenteich selber bauen Schritt für Schritt

Verschiedene Teicharten im Überblick

Es gibt verschiedene Arten, Methoden oder Varianten, einen Gartenteich anzulegen. Die erste Variante ist der sogenannte Hartschalenteich. Gemeint ist damit ein Teich, der einfach mithilfe einer vorgefertigten Teichwanne aus dem Baumarkt oder Fachhandel angelegt wird. Der entscheidende Vorteil besagter Wannen ist, dass für den Teich im Zweifelsfall noch nicht einmal ein Loch ausgehoben werden muss.

Eine weitere Variante ist der Folienteich, bei dem das Teichloch mit einer wasserdichten Folie ausgelegt wird. Der Vorteil im Vergleich zum Hartschalenteich ist, dass beim Anlegen eines Folienteichs keine Grenzen in Bezug auf die Teichgröße und die Formgebung gesetzt sind. Als Alternative zum Folienteich ist noch der Betonteich zu nennen, der dem Gärtner ebenfalls grenzenlose Gestaltungsfreiheit lässt.

Allerdings ist darauf hinzuweisen, dass es je nach Betonstärke und Witterung sehr lange dauern kann, bis der Beton ausreichend ausgehärtet ist, um den Teich bedenkenlos mit Wasser füllen zu können.

Ein Gartenteich, den Mutter Natur nicht schöner hätte anlegen können

Über die zuvor genannten Gartenteichvarianten hinaus gibt es noch eine weitere Variante, die sich nun schon seit einigen Jahren zunehmender Beliebtheit erfreut. Bei besagter Teichvariante handelt es sich um den sogenannten Naturteich, bei dem gänzlich auf Teichfolie, Beton und Teichwannen aus Kunststoff verzichtet wird.

Selbst Filteranlagen oder sonstige Anlagen für die Wasseraufbereitung sind tabu. Entsprechend dazu muss der Naturteich aber wirklich so angelegt und bepflanzt werden, als ob er sich vollkommen natürlich gebildet hätte, damit die Wasserqualität auch ohne Zutun von außen durchgehend auf einem gleichbleibend hohen Niveau bleibt.

Titelbild: Copyright: purple_queue

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Klaus Peters

Klaus Peters, 1970 in Dresden geboren, hat vor 10 Jahren seinen Handwerksmeister an der Meisterschule Hannover gemacht. Seit 2001 arbeitet und lebt der Frauenschwarm als selbständiger Handwerker (Gas & Wasser) in Berlin. Seit sein Sohn ihm vor zwei Jahren das Internet näher gebracht hat, ist der Naturliebhaber und Angler mittlerweile ein passionierter Blogger und Online-Redakteur in seiner Branche. Texte zu den Themen Garten, Möbel, Ein- und Umzug sowie Dekoration und Bau sind sein täglich Brot.

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