Home Staging: Möbel, Farbe und Licht für den Hausverkauf gekonnt in Szene setzen

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Gemeinhin ist es üblich, Immobilien erst komplett auszuräumen, bevor sie zum Kauf angeboten werden. Allerdings wirken Häuser nach dem Ausräumen immer etwas trist oder beinahe schon deprimierend, was natürlich alles andere als verkaufsfördernd ist. Ungeachtet dessen hinterlassen weggeräumte Möbel zumeist noch unschöne Spuren an den Wänden und auf den Böden. Abhilfe schafft das sogenannte Home Staging, durch das Gebäude nicht nur deutlich schneller, sondern vor allem auch weitaus gewinnbringender verkauft werden.

Was ist „Home Staging“?

Home Staging ist eine relativ junge Verkaufsstrategie aus den USA, bei der es darum geht, Immobilien so herzurichten, dass sie entweder eine möglichst breit gefächerte Käuferschar oder aber eine bestimmte Zielklientel bestmöglich ansprechen. Dazu gehören zunächst kleinere Renovierungsarbeiten, die kaum Geld kosten, aber zumindest den Eindruck von Wertigkeit maßgeblich steigern. So werden zum Beispiel Wände frisch gestrichen, damit etwaige Farbunterschiede oder auch Ränder, die von Bildern und Schränken herrühren, verschwinden.

Zudem werden die Gebäude passend zur Architektur und der Lage eingerichtet. Die Einrichtungsart orientiert sich dabei vonseiten des Preisniveaus und der Stilrichtung zumeist an der zu erwartenden Käuferschaft. In der Regel greifen Home-Staging-Agenturen dazu auf einen eigenen Fundus oder aber auf angemietete Möbel und Wohnraumaccessoires zurück. Es sei denn, dass das betreffende Haus zu diesem Zeitpunkt noch bewohnt ist.

Video: Home Staging: Die eigene Wohnung perfekt in Szene setzen

Home Staging bei bewohnten Häusern

Wenn ein Haus bereits in den Verkauf geht, während es noch bewohnt ist, werden zum Home Staging naheliegenderweise die Möbel und Accessoires des/der aktuellen Bewohner genutzt. Allerdings wird die vorherrschende Inneneinrichtung so weit irgend möglich depersonalisiert. Das bedeutet, das ausnahmslos alle persönlichen Dinge, ob nun Familienfotos, Urkunden, Auszeichnungen und Pokale sowie religiöse Symbole oder dergleichen mehr, weggeräumt werden, damit das Haus zwar bewohnt und dementsprechend behaglich wirkt, aber keine Rückschlüsse auf den/die jetzigen Bewohner erlaubt.

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Wobei anzumerken ist, dass diese Maßnahme weniger der Privatsphäre des/der Bewohner dient. Es geht viel mehr darum, der Immobilie jede personenbezogene Individualität und somit auch ihre Vergangenheit zu nehmen, um den potenziellen Käufer den unvoreingenommenen Raum für ihre eigene Zukunft zu geben.

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Mobiliar optimal positionieren

Außerdem muss noch angemerkt werden, dass sich der/die Bewohner frühzeitig darauf einstellen sollte/n, dass die vorherrschende Inneneinrichtung zum Zweck der Verkaufsförderung unter Umständen weitreichend umgestaltet wird. Diese Umgestaltung kann sogar so weit reichen, dass Möbelstücke und Accessoires, die zu sehr dominieren, eingelagert werden müssen. Zumeist reicht es aber schon, das Mobiliar so zu positionieren, dass es optimal zur Geltung kommt und zudem den Charakter des Hauses bestmöglich unterstreicht. Hierfür wird auch gerne mit der Beleuchtung gearbeitet, welche unter Experten als eines der wirkungsvollsten Stilmittel überhaupt gilt.

Interessante Hintergrundinformationen zum Thema „Home Staging“

Genau genommen findet das Home Staging in den USA schon seit den frühen 70er Jahren des letzten Jahrhunderts Anwendung. Zum eigenständigen Berufsfeld wurde es aber erst seit den 90ern. Aufgrund des anhaltenden Erfolgs, den das Home Staging in Bezug auf Verkürzung der Verkaufszeiten sowie die erzielten Verkaufspreise feierte, fand es alsbald den Weg nach Europa. Allen voran sind dabei Großbritannien und Schweden zu nennen, wo das Home Staging sich schon recht früh großer Beliebtheit erfreute. Bis auch in Deutschland eine Home-Staging-Agentur eröffnete, sollte es aber dennoch bis zum Jahr 2006 dauern.

Die Zahlen sprechen für sich

Wie repräsentative Umfragen gezeigt haben, wird die Zeit, die es dauert, eine Immobilie zu verkaufen, im Schnitt um gut ein Drittel, wenn nicht sogar um die Hälfte verkürzt. Zudem darf mit einer Verkaufspreissteigerung von etwa 10 bis 15 Prozent gerechnet werden. Eine passende Immobilie finden Sie auf dem Immobilienportal immo4trans.de.

Es ist außerdem mehr als ratsam, sich im Fall eines bevorstehenden Hausverkaufs vertrauensvoll an einen der knapp 200 versierten „Homestager“, die mittlerweile hierzulande tätig sind, zu wenden.

Titelbild: © istock.com – jodiejohnson
© istock.com – vicnt

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Klaus Peters

Klaus Peters, 1970 in Dresden geboren, hat vor 10 Jahren seinen Handwerksmeister an der Meisterschule Hannover gemacht. Seit 2001 arbeitet und lebt der Frauenschwarm als selbständiger Handwerker (Gas & Wasser) in Berlin. Seit sein Sohn ihm vor zwei Jahren das Internet näher gebracht hat, ist der Naturliebhaber und Angler mittlerweile ein passionierter Blogger und Online-Redakteur in seiner Branche. Texte zu den Themen Garten, Möbel, Ein- und Umzug sowie Dekoration und Bau sind sein täglich Brot.

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