Kreativ durch den Herbst – Jeder kann Handarbeiten

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Wenn es nass, kalt und windig wird, dann vergeht einem die Lust auf Aktivitäten im Freien. Der Herbst ist ungemütlich, hat aber doch einen Vorteil: je ungemütlicher es draußen ist, desto mehr haben wir das Bedürfnis, es uns drinnen richtig schön zu machen. Doch auch wenn Internet und Fernsehen genug Ablenkung bieten, irgendwann verfolgt uns dann doch die Langeweile.

Nach dem aktiven Sommer soll auch der Herbst nicht tatenlos verbracht werden. Gut, dass sich ein ganz besonderer Trend durchgesetzt hat: die Handarbeiten. Was früher immer nur den Großeltern zugestanden wurde und lange als spießig galt, begeistert jetzt auch immer mehr die jüngeren Generationen. Warum auch nicht?

Nichts klingt gemütlicher als sich mit einer Tasse Tee und einer Handarbeit auf dem Sofa unter der Wolldecke zu verkriechen, während draußen die Herbststürme toben. Man kann sich dabei mit so viel Selbstgemachtem umgeben: die eigene Wolldecke, das schöne Sofakissen, der kuschelige Schal, der kleine Teppich, der sich um die Füße schmiegt…

Wie man Handarbeiten lernen kann

Stricken, sticken, nähen, häkeln – die Palette an Möglichkeiten ist groß, der Fantasie keine Grenzen gesetzt. Wenn das erste eigene Stück fertig ist, erfüllt es einen mit Stolz auf das, was man geschaffen hat. Meist ist es auch gar nicht so schwierig, die nötigen Fertigkeiten zu erlernen. Folgende Möglichkeiten gibt es, die Handarbeitsfertigkeiten zu lernen:

  • Von einem lieben Menschen lernen: Ob es die Großmama, die beste Freundin oder der Nachbar ist, viele von uns kennen einen Menschen, der bereits sticken, stricken, nähen oder häkeln kann. Was liegt also näher als denjenigen um Hilfe zu bitten? Der Vorteil ist, dass das eigene Lerntempo berücksichtigt wird und immer jemand da ist, den man bei Schwierigkeiten um Rat fragen kann oder der kleine Fehler wieder ausbessert. Als Gegenleistung reicht meist eine Einladung zum Kaffee oder ein Kuchen aus.
  • Vom Profi lernen: Viele Volkshochschulen bieten Handarbeitskurse an, bei denen man von der Pike auf das Handwerk lernt. Gegen eine Kursgebühr werden Grundlagen, Wissen über Materialien und Varianten vermittelt, mit denen man zu seinem Do-it-yourself-Erfolg gelangt. Häufig gehen diese Kurse über mehrere Abende, um die Kursteilnehmer nicht zu überfordern. Eine schöne Alternative bieten kleine Handarbeitsläden.
    Auch dort werden oft gegen eine kleine Unkostenbeteiligung Workshops angeboten, bei denen man unter Anleitung sein eigenes kleines Werk erschaffen kann. Meist sind diese Kurse nicht ganz so groß und der Rahmen dafür ein bisschen familiärer. Zudem kann meist aus dem Sortiment des Ladens das Material für das eigene Projekt zusammengestellt werden.
  • Für Bücherwürmer: Die Sparte für Handarbeitsbücher boomt bei vielen Verlagen inzwischen! Ob für Taschen, Jacken, Mützen, Schals, Kissen oder einfach nur die Grundlagen, es gibt für alles ein Buch. Im Optimalfall enthalten die Bücher nicht nur Anleitungen, sondern auch ergänzende Bilder, eine Auflistung der benötigten Materialien und Werkzeuge sowie gegebenenfalls Schnittmuster.
    Die Ratgeber gibt es in allen Preiskategorien von sehr günstig bis sehr teuer. Die Bewertungen fallen unterschiedlich aus, da jeder Mensch individuell lernt. Der eine bräuchte mehr Bilder, der andere mehr Beschreibungen und dem dritten sind es nicht genug Lernmodelle. Am besten macht jeder seine eigenen Erfahrungen damit.
  • Das Internet macht`s möglich: Für diejenigen, die nur ungern das Haus für Kurse verlassen und die aber auch mit den Büchern nicht glücklich werden, gibt es dank diverser Lernvideos eine gute Alternative. Allein bei YouTube findet man zu den verschiedenen Handarbeitstechniken viele unterschiedliche Anleitungen, bei denen Schritt für Schritt die Vorgehensweise erklärt wird.
    Diese Lernmethode ist gerade für Vielbeschäftigte ideal – es gibt keine festen Kurszeiten, der Lernfortschritt kann je nach persönlichem Terminkalender dosiert werden und trotzdem findet eine Erklärung in Bild und Ton statt. Ideal für Menschen, die ihren Feierabend nicht auch noch verplanen wollen. Anregungen für mögliche Projekte und Hinweise auf richtig gute Lernvideos gibt es dabei auf vielen liebevoll gestalteten Blogs rund um das Thema Handarbeiten.

Video: Kapuzenschal stricken für Anfänger

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Wo erhält man das benötigte Material?

Wer eine Handarbeit neu erlernt und nach dem nötigen Material sucht, ist von dem Angebot schnell erschlagen. Nicht nur, dass man sich überhaupt klar werden muss, wie das fertige Stück denn aussehen soll und welche Dinge dafür benötigt werden, kann auch die Auswahl an diversen Materialien mit ihren unterschiedlichen Eigenschaften und Bezeichnungen überfordern. Dazu kommen die teilweise niedrigen, teilweise aber auch erheblichen Preisunterschiede.

Wo und wie man nun die erforderlichen Sachen kauft, ist wohl auch eine Sache der Mentalität. Für den unsicheren Anfänger bietet sich der Gang in den Handarbeitsladen des Vertrauens an. Dort kann man sich vor dem Kauf beraten lassen, kann verschiedene Rückfragen stellen und bei Bedarf das Material auch erst einmal in die Hand nehmen, bevor man sich endgültig entscheidet. Allerdings sind die Preise meist auch etwas höher.

Wer in der Wahl seines Materials schon etwas sicherer ist, genau weiß, was er braucht oder einfach mit Produktbeschreibungen auskommt, dem seien gut sortierte und preiswerte Onlineshops empfohlen. Sehr schnelle Lieferung, kein Mindestbestellwert und eine tolle Auswahl sorgen schon für Freude, bevor das Do-it-yourself-Projekt überhaupt begonnen hat.

Der Vorteil des Onlineshops: Meist ist die Auswahl so groß, dass man sich die gewünschte Materialkombination so zusammenstellen kann, wie man gern möchte, ohne dafür drei verschiedene Läden aufsuchen zu müssen. Neben der Zeit- stellt sich auch eine Preisersparnis ein, gerade, wenn man die Möglichkeit hat, fertig gepackte Materialsets zu bestellen, in denen alles enthalten ist, was beispielsweise für ein schön besticktes Kissen gebraucht wird. Auch das Zubehör bekommt man dort.

Handwerker Tipp

Liebevoll gemachte Weihnachtsgeschenke

Egal, ob man sich für Stricken, Nähen, Häkeln oder Sticken entscheidet: Der Herbst ist eine schöne Jahreszeit für diese Dinge. Zu einem warmen Tee und einem guten Film lässt es sich hervorragend werkeln und entspannen. Die Kreativität, die man während der Arbeit freisetzt, macht Freude und hilft, einer Depression an diesen dunklen Herbsttagen vorzubeugen.

Nicht nur das: Wer genügend Ausdauer und Begeisterung besitzt, kann im Herbst erschaffen, was er zu Weihnachten verschenken möchte. Wenn das nicht ein Grund mehr ist, die kalte Jahreszeit für das Erlernen einer Handarbeitsfertigkeit zu nutzen.

Ebenfalls interessant: Flippige Accessoires – Die etwas andere Herbstdekoration

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Klaus Peters

Klaus Peters, 1970 in Dresden geboren, hat vor 10 Jahren seinen Handwerksmeister an der Meisterschule Hannover gemacht. Seit 2001 arbeitet und lebt der Frauenschwarm als selbständiger Handwerker (Gas & Wasser) in Berlin. Seit sein Sohn ihm vor zwei Jahren das Internet näher gebracht hat, ist der Naturliebhaber und Angler mittlerweile ein passionierter Blogger und Online-Redakteur in seiner Branche. Texte zu den Themen Garten, Möbel, Ein- und Umzug sowie Dekoration und Bau sind sein täglich Brot.

1 Kommentar

  • Antworten November 4, 2016

    Petra

    Hallo Herr Peters,

    finde die Artikel auf Ihrem blog klasse und inspirierend!

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