Leder – zeitlos und strapazierfähig!

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Leder ist ein echtes Naturprodukt und verfügt über viele Vorteile sowie Qualitätsunterschiede. Um gutes Leder von schlechtem zu unterscheiden, gibt es Prüfmöglichkeiten, die bei der Lederauswahl hilfreich sein können.

Die Vorteile im Überblick

  • Leder ist winddicht und atmungsaktiv.
  • Es verfügt über natürliche Elastizität und passt sich jeder Bewegung des Körpers an.
  • Es sperrt sich gegen Nässe und nimmt Körperfeuchtigkeit auf.
  • Es ist durch seine individuelle Naturoptik, ein Unikat.
  • Leder bietet Langlebigkeit durch Reißfestigkeit und Haltbarkeit
  • Es ist zeitlos, klassisch und modisch.

Lederarten

Es gibt eine Vielzahl verschiedener Lederarten und Ledersorten, die sich nach Tierart, Verwendungszweck und Färbung unterscheiden. Um Leder richtig einzusetzen, muss man wissen, mit welchem Lieferanten man es zu tun hat. Ob Schaf, Rind, Ziege, Kalb oder Schwein, jede Lederhaut hat unterschiedliche Eigenschaften.

Ziegenleder

Aufgrund der positiven Eigenschaften weich, strapazierfähig und reißfest zu sein, wird Ziegenleder oft für die Bekleidungsbranche eingesetzt. Geeignet ist das Feinleder für Schuhe, Handschuhe und Accessoires sowie Bucheinbände. Die Oberfläche hat einen leicht seidigen Glanz, ist meist glatt und fein genarbt.

Schweinsleder

Schweinehaut ist die kostengünstigste und häufigste Lederart aller Rohhäute. Schweinsleder ist sehr geschmeidig und weich, lässt sich gut verarbeiten, ist formbeständig und leicht zu ziehen. Oft wird es zu Veloursleder verarbeitet und im Schuhwerk eingesetzt. Schweinsleder ist besonders für inneres Futterleder aber auch für preiswerte Lederbekleidung prädestiniert.

Rindsleder

Durch den weltweiten Konsum von Rindfleisch, ist das Rindsleder die am weitesten verbreitete Ledersorte. Es eignet sich besonders gut für die Möbelfabrikation und wird häufig für die Polsterung verwendet. Es ist zugfest, widerstandsfähig und robust. Die Pigmentschicht sorgt für extra Schutz.

Schafsleder

Für stark strapazierte Objekte ist Schafsleder eher weniger geeignet. Es hat eine weiche Struktur, ist dehnbar und sehr leicht.

Wildleder

Dieses Leder fühlt sich samtähnlich an und ist der Sammelname für gegerbte Häute von Hirschen, Rehen und Gämsen. Wildleder ist elastisch und weich und eignet sich zur Verarbeitung von Hüllen, kleinen Handtaschen und Beuteln.

Video: DIY Handyhülle aus Leder

Augen auf beim Qualitätskauf

Beim Kauf eines hochwertigen Lederproduktes, wie einem Sofa, sollte man den Blick auf ein paar Qualitätsmerkmale werfen. Eine tolle Auswahl an zeitlosen Ledersofas finden Sie z. B. bei livingathome.de. Eine gute Vorauswahl bedeutet das richtige Leder, für den richtigen Verwendungszweck zu finden. Eine gute Lederqualität erkennt man an der Verarbeitung. Die Optik ist einwandfrei und weist keine Risse oder Brüche auf. Die haptische Wahrnehmung sollte sich angenehm anfühlen und ist bei jeder Ledersorte unterschiedlich. Glattleder fühlt sich eher kühl und robust an, Rauleder dagegen samtartig und zart. Beim Tragen einer Lederjacke beispielsweise sollte diese ein angenehmes und naturalistisches Gefühl auf der Haut vorweisen. Bei bestimmten Lederprodukten, wie Koffern oder Satteln muss dagegen eine bestimmte Festigkeit den Zweck erfüllen. Weitere Infos zum Beurteilen der Lederqualität finden Sie bei softart-leder-shop.de.

Die richtige Pflege und Restaurierung

Ohne die richtige Pflege und geeigneten Schutz wird Leder porös, luft- und wasserdurchlässig. Schnell zieht es Schmutz und Fett an und lässt es alt und verbraucht aussehen. Risse, Schimmel, Austrocknung und brüchige Stellen kann man mit den richtigen Pflegetipps vermeiden und die Lebensdauer Ihrer Ledermöbel für eine bestimmte Zeit verlängern. Vor einer Behandlung sollten die Möbel abgesaugt und mit destilliertem Wasser, Seife und einem sauberen Tuch gereinigt werden. Glattleder lässt sich mit Ölen, Fetten und Wachsen, z.B. Bienenwachs einreiben und verhindert somit frühzeitige Risse, hält das Leder geschmeidig und lässt die Farbe wieder strahlen. Damit Flüssigkeiten erst gar keine Chance haben in das Leder einzudringen, pflegen Sie Ihre Möbel regelmäßig mit Lederfett. Kaffeefleck oder Rotweinspuren? Kein Problem. Wischen Sie möglichst schnell mit destilliertem Wasser nach, dieses hinterlässt keine Kalkflecke.

Handwerker Tipp
Für frische Fettflecke bietet sich z.B. Kartoffelmehl an. Drüberstreuen, das Fett einbinden lassen, aufkehren, fertig. Kaugummi lässt sich leicht wieder abkratzen, wenn man es eine Weile kühlt und es hart werden lässt. Unschöne Jeansflecke, die durch Abreibung entstehen, beseitigen Sie am besten mit einem hellen Radiergummi. Um Farbe wieder aufzufrischen, entfetten Sie das Möbelstück mit Reinigungsbenzin und tragen einen speziellen Farbauffrischer für Ledermöbel auf. Vergessen Sie anschließend nicht ein Pflegemittel aufzutragen. Um aufwendigere Restaurierungsarbeiten wie Löcher, Risse und großflächige Farbverluste vorzunehmen, empfehlen wir einen Experten zurate zu ziehen. Einen informativen Artikel zum Thema Lederreinigung lesen Sie bei theintelligence.de.

Titelbild: istock.com – robertprzybysz

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Klaus Peters

Klaus Peters, 1970 in Dresden geboren, hat vor 10 Jahren seinen Handwerksmeister an der Meisterschule Hannover gemacht. Seit 2001 arbeitet und lebt der Frauenschwarm als selbständiger Handwerker (Gas & Wasser) in Berlin. Seit sein Sohn ihm vor zwei Jahren das Internet näher gebracht hat, ist der Naturliebhaber und Angler mittlerweile ein passionierter Blogger und Online-Redakteur in seiner Branche. Texte zu den Themen Garten, Möbel, Ein- und Umzug sowie Dekoration und Bau sind sein täglich Brot.

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