Der große Matratzentest: Unsere Tipps für ein besseres Schlafgefühl

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Möchte man sich eine neue Matratze kaufen, so hat man heutzutage die Qual der Wahl, denn es gibt die unterschiedlichsten Matratzenarten, verschiedene Matratzen Härtegrade und weitere Aspekte, die beachtet werden müssen. Zu den beliebtesten Varianten zählen hier vor allem die Kaltschaum- und Federkernmatratzen – allerdings wirft dies auch Fragen auf. Nicht wenige Menschen fragen sich, ob sie sich lieber für die Federkern- oder die Kaltschaumvariante entscheiden sollen. Für viele Jahre zählte man die Federkernmatratze eher zu den hochwertigen Matratzen, während das mit Kaltschaum gefüllte Modell als minderwertig bezeichnet wurde. Dies hat sich heute allerdings gravierend geändert, denn Kaltschaummatratzen bieten heute eine Menge Vorteile und hervorragenden Schlafkomfort.

Federkernmatratzen und Kaltschaummatratzen – wo liegen die Unterschiede?

Welche ist die richtige Matratze? Die klassische Federkernmatratze verfügt über einen Kern aus Stahlfedern. Wenn dieser ein sogenannter Bonellfederkern ist, handelt es sich meist um eine relativ preiswerte Matratze, wenngleich hier oft keine gute Punktelastizität gegeben ist. Diese ermöglicht, dass verschiedene Körperbereiche, wie der untere Rücken oder der Nacken, bestmöglich unterstützt werden können. Weiterhin berichten viele Menschen davon, dass beim Drehen im Bett auf einer Federkernmatratze Geräusche vorkommen – auch dies wird oft als störend empfunden. Grundsätzlich sind Taschenfederkernmatratzen die bessere Lösung bei der Federkernvariante, da hier eine deutlich bessere Punktelastizität gegeben ist. Allerdings handelt es sich dabei auch um die teurere Variante, die zudem nicht für jeden verstellbaren Lattenrost geeignet ist.

Bei Kaltschaummatratzen  ist ein spezieller Kern aus Schaumstoff eingearbeitet, welcher allein schon für einen der größten Vorteile gegenüber der Federkernvariante sorgt: Auf diese Weise wird eine hervorragende Punktelastizität ermöglicht und es entstehen kaum Geräusche beim Drehen.
Generell überzeugen Matratzen aus Schaumstoff dadurch, dass sie sich sehr gut an die individuelle Kontur des Liegenden anpassen können. Selbst verstellbare Lattenroste sind für diese Matratzen kein Hindernis. Was jedoch einige Menschen stört, ist, dass neue Matratzen aus Schaumstoff einen starken unangenehmen Geruch verbreiten. Dem kann jedoch recht gut entgegengewirkt werden, wenn man die Matratze nach dem Kauf auspackt und für zwei bis drei Tage auslüften lässt, bevor man sie auf den Lattenrost legt.

Video: Herstellung von Latexkernen

Sind Federkernmatratzen noch immer hochwertiger als Kaltschaummatratzen?

Noch bis vor einigen Jahren galt die Federkernmatratze als deutlich langlebiger im Vergleich zur Kaltschaummatratze. Das lag vor allem daran, dass das Modell aus Kaltschaum meistens eher dünn und schlecht verarbeitet war – somit mangelte es an Liegekomfort, da die damals verarbeiteten Bonellfedern den Körper nicht so gut abfedern konnten.
Hier haben viele Hersteller in letzter Zeit jedoch deutlich nachgerüstet und die Fertigungsmethoden klar verbessert. So bieten Kaltschaummatratzen heute eine hervorragende Qualität und laufen den Federkernmatratzen durchaus in einigen Aspekten den Rang ab.

Handwerker Tipp

Punktelastizität und Rückstellkraft

Nicht nur wegen ihrer hohen Punktelastizität, sondern auch durch ihre sehr gute Rückstellkraft bevorzugen immer mehr Menschen Kaltschaummatratzen. Darüber hinaus sind sie nicht sonderlich schwer, lassen sich sogar knicken und eignen sich damit für höhen- und neigungsverstellbare Betten optimal.
Wichtig ist allerdings, bei der Matratze auf das Raumgewicht zu achten. Es sollte mindestens 40 kg pro m³ betragen. Je höher das Raumgewicht, desto höher auch die Materialdichte und desto mehr Unterstützung und Komfort bietet die Matratze mit Kaltschaum – dies ist ein wichtiger Aspekt für den Kauf.

Doch auch bei den Federkernmatratzen wurden natürlich immer wieder Neuerungen auf dem Markt etabliert. So sind heutzutage fast ausschließlich Modelle mit Taschenfederkern im Handel erhältlich, welche der Liegequalität von Kaltschaummatratzen relativ nahe kommen und somit auch für anspruchsvolle Menschen eine gute Wahl sind.
Für verstellbare oder mit einem Motor ausgestattete Lattenroste sind viele Federkernmatratzen ebenfalls bereits geeignet, wenngleich es hier noch zahlreiche Ausnahmen gibt. Deshalb sollte beim Kauf besonders darauf geachtet werden, dass das jeweilige Modell mit dem entsprechenden Lattenrost kompatibel ist.

Fazit: Kaltschaummatratzen überzeugen in vielerlei Hinsicht

Grundsätzlich lässt sich kaum pauschal beantworten, ob die Schaumstoff- oder Federkernmatratze die bessere Wahl ist, da hier natürlich auch die eigenen Bedürfnisse eine große Rolle spielen. Der große Vorteil von Federkernmatratzen liegt darin, dass ihr Raumklima oft besser ist als bei anderen Matratzen, jedoch ist der Komfort bei der Kaltschaummatratze meist deutlich höher. Auch im Hinblick auf die Punktelastizität ist Kaltschaum überzeugender, weswegen viele Menschen diese Variante klar als die richtige Matratze für sie bevorzugen.
Egal ob weiche Matratze oder harte Matratze: Am wichtigsten ist, sich für ein Modell zu entscheiden, welches qualitativ hochwertig ist und zu den eigenen Bedürfnissen passt – nur so ist erholsamer und gesunder Schlaf gewährleistet.

Titelbild: © istock.com – vadimguzhva

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Klaus Peters

Klaus Peters, 1970 in Dresden geboren, hat vor 10 Jahren seinen Handwerksmeister an der Meisterschule Hannover gemacht. Seit 2001 arbeitet und lebt der Frauenschwarm als selbständiger Handwerker (Gas & Wasser) in Berlin. Seit sein Sohn ihm vor zwei Jahren das Internet näher gebracht hat, ist der Naturliebhaber und Angler mittlerweile ein passionierter Blogger und Online-Redakteur in seiner Branche. Texte zu den Themen Garten, Möbel, Ein- und Umzug sowie Dekoration und Bau sind sein täglich Brot.

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