Der Teppich-Guide: Welcher Teppich passt in welches Zimmer

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Der Teppich gehört nach wie vor zu den beliebtesten Bodenbelägen, denn er verbreitet überall eine warme, einladende Atmosphäre. Das Angebot an Teppichböden in verschiedensten Ausführungen und Qualitäten ist jedoch sehr umfangreich, sodass viele Menschen ratlos vor den Auslagen der Baumärkte und Einrichtungshäuser stehen. Hier ein Überblick über die gängigsten Teppicharten und ihre Vor- und Nachteile.

Velours oder Schlinge? Vor- und Nachteile

Der Veloursteppichboden eignet sich hervorragend für Wohn- und Schlafräume, denn die Oberfläche sieht nicht nur sehr samtig aus, sie fühlt sich auch weich an. Insbesondere all jene, die gerne barfuß laufen, profitieren mit einem Veloursteppich also von einem sehr hohen Fußkomfort. Außerdem sorgt der Bodenbelag für ein gemütliches Ambiente. Grundsätzlich handelt es sich bei einem Veloursteppichboden um einen kurzen, aufgeschnittenen Schlingenflor.

Werden die Schlingen nicht aufgeschnitten, sprechen Experten von einem Schlingenteppichboden. Die Schlingen bestehen aus Wolle, Synthetik oder aus einem Mischgewebe und lassen sich in der Regel problemlos von Staub und Schmutz befreien. Der Schlingenteppich eignet sich daher sehr gut für das Kinderzimmer sowie für Räume, deren Böden stark beansprucht werden. Er ist in verschiedenen Varianten erhältlich:

  • Glatte Schlinge
  • Hochtiefschlinge
  • Strukturschlinge

Während bei der glatten Schlinge alle Schlingen gleich hoch sind, sodass eine ebene Fläche entsteht, ergibt sich bei der Hochtiefschlinge durch die unterschiedliche Schlingenhöhe eine strukturierte Oberfläche. Bei der Strukturschlinge variiert die Schlingenhöhe hingegen nur minimal, sodass auch die Struktur weniger auffällig ist.

Kurzflor-, Hochflor- oder Langflorteppich?

Wer sich einen neuen Teppichboden zulegen möchte, muss sich nicht nur zwischen Velours- und Schlingenteppich entscheiden, sondern außerdem überlegen, welche Florhöhe am besten für die eigenen Zwecke geeignet ist. Bei einem Kurzflorteppich ist der Flor weniger als 1,5 Zentimeter hoch, sodass ein hohes Maß an Pflegeleichtigkeit gewährleistet ist. Aus diesem Grund eignet sich der Kurzflorteppich auch für eine vollflächige Verlegung.

Handwerker Tipp
Ein Hochflorteppich verfügt hingegen über eine Florhöhe zwischen 1,5 und fünf Zentimetern, weshalb sich die Reinigung etwas aufwendiger gestaltet. Ähnliches gilt für den Langflorteppich, der zwar sehr dekorativ ist, sich aber mit einer Faserlänge von mindestens fünf Zentimetern vorzugsweise als Läufer eignet.

Teppichfasern und Trägerschicht: Materialien

Teppiche werden aus den verschiedensten Materialien hergestellt. So bestehen Teppichböden entweder aus Naturfasern (zum Beispiel Bast, Schafwolle, Kokosfasern) oder aus Kunstfasern (Polyester, Zellulose, Polyamid). Grundsätzlich gilt: Je mehr Kunstfasern ein Teppich enthält, umso strapazierfähiger und pflegeleichter ist er. Außerdem sind Teppiche mit einem hohen Kunstfasergehalt in der Regel weitaus günstiger als Naturfaserteppiche.

Die Trägerschicht besteht meist aus einem Spezialschaum, aus Textilfasern oder aus einem Vlies. Schaum bietet eine hohe Trittschalldämmung, allerdings ist hier zu berücksichtigen, dass der Teppich mitunter recht dick ausfällt. Zwar hat solch ein Teppich sehr gute Dämmeigenschaften, allerdings eignet er sich nicht für Räume, deren Türen nur wenig Abstand zum Fußboden haben. In vielen Fällen ist es jedoch möglich, die Tür mithilfe von Türunterlegscheiben (Fitschenringen) ein wenig zu erhöhen, sodass auch dickere Teppichböden problemlos verlegt werden können.

Video: Hochflor Teppich Shaggy – Farb & Trend Tipps für 2015

Den Teppichboden an die individuellen Bedürfnisse anpassen

Grundsätzlich ist ein Teppichboden für beinahe jeden Wohnraum geeignet – sofern bei der Auswahl einige Dinge berücksichtigt werden. Wer einen Teppich kaufen möchte, sollte insbesondere überlegen, über welche Eigenschaften (Fußkomfort, Strapazierfähigkeit, Pflegeleichtigkeit) der Bodenbelag vor allem verfügen sollte, um genau das richtige Modell ausfindig machen zu können.

Titelbild: © istock.com – Luckeyman

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Klaus Peters

Klaus Peters, 1970 in Dresden geboren, hat vor 10 Jahren seinen Handwerksmeister an der Meisterschule Hannover gemacht. Seit 2001 arbeitet und lebt der Frauenschwarm als selbständiger Handwerker (Gas & Wasser) in Berlin. Seit sein Sohn ihm vor zwei Jahren das Internet näher gebracht hat, ist der Naturliebhaber und Angler mittlerweile ein passionierter Blogger und Online-Redakteur in seiner Branche. Texte zu den Themen Garten, Möbel, Ein- und Umzug sowie Dekoration und Bau sind sein täglich Brot.

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