Dusch-Trends: Wie ebenerdige Duschen das Badezimmer in eine Wohlfühloase verwandeln

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Die Duschkabine mit hohem Einstieg ist längst nicht mehr modern. Zu sperrig, zu aufwendig in der Reinigung, zu unpraktisch ist sie. Heute sind ebenerdige Duschen angesagt. Und dafür sprechen viele Gründe, nicht nur die Barrierefreiheit, die vor allem für Familien mit kleinen Kindern oder ältere Menschen wichtig ist.

Schlichte Naturverbundenheit zelebrieren: Das Bad als Wohlfühlraum

Badezimmer werden in der deutschen Architektur oft etwas stiefmütterlich behandelt. Sie sind klein, eng, haben kein Fenster und lassen sich schlecht beleuchten. Sie sind reine Nutzräume, die der Körperpflege verschrieben sind. Wer nun sein Badezimmer zu einer Wohlfühloase ausbauen will, muss nicht gleich Wände herausreißen und Fenster durchbrechen. Oft reichen ein paar kleine Tricks aus, um das Bad optisch größer wirken zu lassen und die Bewegungsfreiheit sicherzustellen.

Eine ebenerdige Dusche ist da eine gute Idee. Denn die normalerweise raumhohe Duschkabine nimmt viel Platz weg, nimmt die Sicht und sorgt dafür, dass man sich sowohl davor als auch darin recht eingeengt fühlt. Eine ebenerdige, offene Dusche dagegen lässt Bewegungsfreiheit, Licht und Luft können durch das Badezimmer strömen.

Nicht nur schön, sondern auch praktisch

Duschkabinen müssen regelmäßig gereinigt werden, sonst setzen sich Kalk und Algen ab, Schimmel bildet sich. Fugen zwischen Fliesen oder Silikon zwischen den einzelnen Kabinenelementen sind dabei besondere Ärgernisse: Sie sind mühsam in der Reinigung, anfällig und nicht unbedingt ästhetisch.

Eine ebenerdige Dusche hat erstens keine Kabine, deren Elemente verbunden werden müssen, und zweitens kommt sie mit einer Bodenplatte aus. Duschtassen oder -wannen sind längst nicht mehr nötig, es gibt andere bauliche Lösungen.

Und auch der haarverstopfte, übelriechende Abfluss ist längst nicht mehr Standard: Duschrinnen, Wandabflüsse und kleine, bündige Abflüsse in der Mitte der Duschplatte ermöglichen den hygienischen und schnellen Abfluss. Die Duschrinne besteht aus einer im Boden versenkten Rille, die mit Edelstahl ausgekleidet und belastbar ist.

Hier kann das über den Boden laufende Wasser schnell abfließen. Der Wandabfluss funktioniert ähnlich, er ist nur als kleine Leiste an der Wand sichtbar. Herkömmliche Abflüsse sind heute so konstruiert, dass sie nicht zu Stolperfallen werden. Sie befinden sich in der Regel mittig in der Duschplatte. Der große Vorteil dieser Systeme liegt darin, dass sie sich extrem gut reinigen lassen.

Video: Bodengleiche Dusche mit Duschrinne einbauen und abdichten

Ohne Verluste ein- und wieder ausgebaut

Eine ebenerdige Dusche kann in jedes Badezimmer eingebaut werden. Waren früher Umbauten nötig, um die Duschtasse im Boden zu versenken, den Einstieg trotzdem halbwegs niedrig zu gestalten, die Kabine an der Wand zu befestigen und weitere Maßnahmen, so ist das heutzutage einfacher. Ebenerdige Duschen, die mit einer Bodenplatte auskommen, lassen sich ohne große Probleme in jedes Badezimmer einbauen. Und sie lassen sich auch rückstandslos wieder entfernen, sollte dies nötig sein.

Der Umbau ist also nicht nur eine vorausschauende und auf die Zukunft angelegte Sache (schließlich weiß man nie, wann eine barrierefreie Dusche benötigt wird), sondern auch noch schonend zur Architektur. Übrigens liegen Naturmaterialien und -farben seit einiger Zeit im Trend:

  • Steine und naturnahe Materialien für Boden- und Wandverkleidungen
  • Brauntöne
  • Grautöne
  • Schwarz und Weiß

Handwerker Tipp

Moderne Badezimmer sind menschenfreundlich

Alles, was der Bequemlichkeit und dem Wohlgefühl dient, ist letzten Endes Seelenpflege. Insofern ist ein modernes, barrierefreies und naturnahes Badezimmer menschenfreundlich. Es sind nicht nur die warmen, ausgewogenen Farbtöne, die die neuen Badezimmer so attraktiv machen. Es ist auch die Schlichtheit, die das Duschen in einer luftigen, hellen Umgebung möglich macht. Natürliche Bewegungsabläufe ohne Einschränkungen tagen zum Wohlgefühl genauso bei wie die Haptik: Stein und Holz fasst sich einfach gut an, ist angenehmer als Kunststoff oder Keramik. Die Kälte von Glas und Stahl ist im Badezimmer ebenfalls nicht mehr erwünscht.

Titelbild: © istock.com –  Madiz

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Klaus Peters

Klaus Peters, 1970 in Dresden geboren, hat vor 10 Jahren seinen Handwerksmeister an der Meisterschule Hannover gemacht. Seit 2001 arbeitet und lebt der Frauenschwarm als selbständiger Handwerker (Gas & Wasser) in Berlin. Seit sein Sohn ihm vor zwei Jahren das Internet näher gebracht hat, ist der Naturliebhaber und Angler mittlerweile ein passionierter Blogger und Online-Redakteur in seiner Branche. Texte zu den Themen Garten, Möbel, Ein- und Umzug sowie Dekoration und Bau sind sein täglich Brot.

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