Duschen im Freien – DIY Gartendusche

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Zugegeben: So ein bisschen Zeltplatzstimmung gehört schon dazu, wenn es um die selbstgebaute Gartendusche geht. Auch der Gedanke an den Saunagarten liegt nicht wirklich fern. Dabei muss eine Gartendusche weder minimalistisch noch kalt sein, und den nötigen Sichtschutz kann sie selbstverständlich auch bieten. Das ist ja gerade das Schöne am DIY – alles ist möglich. Wer selbst plant, kann seine Wünsche recht frei umsetzen.

Die Solardusche – einfach bis fortgeschritten

Mc Gyver machte es vor: Aus den einfachsten Alltagsgegenständen kann man recht viel basteln. Auch eine solargeheizte Dusche für den Garten. Dazu braucht es nicht viel:

  • dunklen Kanister oder Plastiksack mit wenigstens 20l Fassungsvermögen
  • ein kurzes Stück Gartenschlauch mit Brausekopf (fest verbunden)
  • eine Aufhängemöglichkeit

Der dunkle Kanister oder Plastiksack wird mit Wasser gefüllt in der prallen Sonne aufgehängt (beispielsweise in einem Baum oder an einem Gestell. Der Gartenschlauch mit Brausekopf sollte an der Unterseite fest mit dem Kanister oder dem Plastiksack verbunden sein, und zwar so, dass das Wasser auf Wunsch durchfließen kann. Normalerweise heizt die Sonne das Wasser im Kanister innerhalb einer halben Stunde auf knapp über 40°C auf. Hängt das Wasser länger in der Sonne, kann es bis zu 70° C erreichen und ist damit sogar zu warm zum Duschen. Wer auf Nummer Sicher gehen will, baut also eine Mischbatterie aus dem Baumarkt ein und lässt das Wasser erst durch die Mischbatterie, dann in den Brausekopf fließen.

Video: DIY: Gartendusche selber bauen

Wenig Arbeit mit Fertigbausätzen

Die sogenannte Solardusche oder Campingdusche gibt es natürlich auch im Bausatz. Je nach Modell kann die recht kostengünstig sein, es lohnt also nicht unbedingt, sich alles selbst zusammenzukaufen und zu bauen. Sowohl die Einzelkomponenten als auch die Bausätze und fertige Campingduschen zum Aufhängen gibt es im Baumarkt.

Wer mehr Geld ausgeben will und kann, darf sich natürlich auch im Bereich Trekking, Camping und Outdoor umsehen. Diese Duschen sind allerdings alle recht mobil und nicht für den stationären Gebrauch gedacht. Wer dauerhaft im Garten duschen will, hat natürlich noch einmal ganz andere Möglichkeiten.

Sichtschutz, Holzeimer, edle Armaturen

Die Dusche im Garten muss nicht einfach sein. Sie kann genauso komfortabel sein wie die Nasszelle im Badezimmer, wenn nicht sogar noch besser. Als Sichtschutz eignen sich aufgestellte und an festen Pfosten befestigte Bambusmatten, blickdicht angepflanzte Hecken, Holzzäune (Fertigmodule oder selbst aus Latten erstellt), zwischen Pfosten gespannte Stoffbahnen oder ähnliches. Die Dusche benötigt einen Wasserbehälter, der sich über Kopf befindet. Das kann ein großer Holzzuber sein, der schwingend aufgehängt ist und über ein Seil einfach ausgegossen werden kann, oder die bereits besprochene Solardusche.

Selbstverständlich ist es auch möglich, eine Wasserleitung in den Garten zu verlegen und das ganz normale Leitungswasser für die Dusche im Freien zu nutzen. Eine andere Möglichkeit ist, die Dusche an ein Reservoir gesammelten Regenwassers vom eigenen Grundstück anzuschließen. In diesem Fall sollten aber aus hygienischen Gründen Filter eingebaut werden.

Handwerker Tipp
Sehr schön sind auch Steinanlagen, in denen das Wasser von einer Wand aus Naturstein mit Überhang in ein Bett aus Flusskiesel herunterfällt. Hier hat der Gartenschlauch mit Gießkannenbrause nichts mehr verloren, richtige Armaturen aus Edelstahl sind dagegen stilecht.

Ganzjährige Nutzung ist schwierig

So befreiend die Dusche im Garten sein mag: Ganzjährig nutzbar sind nur beheizte Modelle, deren Wasserleitungen isoliert sind. Denn in Mitteleuropa ist es zwischen November und März doch recht kühl, und zeitweise besteht die Gefahr, dass die freiliegenden Wasserleitungen einfrieren. Soll die Dusche auch in der kalten Jahreszeit genutzt werden, müssen die Leitungen wie überall im Freien isoliert werden, und ein Regen- und Schneeschutz empfiehlt sich ebenfalls. Zahlreiche Anregungen und sogar ganze Bauanleitungen gibt es übrigens online.

Titelbild: © istock.com – Dirima

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Klaus Peters

Klaus Peters, 1970 in Dresden geboren, hat vor 10 Jahren seinen Handwerksmeister an der Meisterschule Hannover gemacht. Seit 2001 arbeitet und lebt der Frauenschwarm als selbständiger Handwerker (Gas & Wasser) in Berlin. Seit sein Sohn ihm vor zwei Jahren das Internet näher gebracht hat, ist der Naturliebhaber und Angler mittlerweile ein passionierter Blogger und Online-Redakteur in seiner Branche. Texte zu den Themen Garten, Möbel, Ein- und Umzug sowie Dekoration und Bau sind sein täglich Brot.

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