Heizkörpernischen im Altbau – So lässt sich das Problem lösen

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In Altbauten sind nach wie vor Heizkörpernischen zu finden

In Altbauten sind nach wie vor Heizkörpernischen zu finden

Ein Altbau hat sicherlich viele Vorzüge. Seien es die oftmals hohen Decken, das meist größere Grundstück oder oft vorhandene schöne Holzböden. Gerade Häuser aus dem Anfang des 20. Jahrhunderts und älter haben oft ihren besonderen architektonischen Reiz.

Die Beheizung ist veraltet

Weniger erfreulich sieht es meist mit der Beheizung eines solchen Gebäudes aus. Flächenheizungen, wie Fußbodenheizung oder Wandheizung, waren zur Entstehungszeit eines Gebäudes vor den 1970 bis 1980er Jahren noch nicht Stand der Technik. Es wurden Radiatoren verbaut. Je früher das Baujahr, desto wuchtiger fielen diese meist gusseisernen Radiatoren aus. Um sie zu verstecken, wurden Heizkörpernischen vorgesehen. Einbauräume, in der Regel unter Fenstern, in denen die Radiatoren verschwanden. Oft wurden die Heizkörpernischen noch mit einer Zierblende verschlossen, damit der Radiator nicht mehr zu sehen war.

In Neubauten sieht dies bereits anders aus

Solche Heizkörpernischen findet man in Neubauten seit vielen Jahren nicht mehr. Deshalb wirken sie altbacken, wie aus einer anderen Zeit. Möchte man bei einer Renovierung keine Flächenheizung einbauen, sondern lediglich alte Radiatoren durch moderne, die kleiner und effizienter sind, ersetzen, wirken die Heizkörpernischen überdimensioniert.
Wenn es irgendwie möglich ist und die Heizungsanlage sowieso ausgetauscht werden muss, sollte eine Flächenheizung eingebaut werden. Diese benötigt sehr viel geringere Vorlauftemperaturen, erzeugt eine angenehmere und gleichmäßigere Wärme und spart Energie. Heizkörpernischen werden dann überflüssig. Um dem Raum klare Linien zu geben, sollte man im Rahmen einer Sanierung die Heizkörpernischen zumauern.

Die Isolierung darf nicht vergessen werden

Aber nicht nur die Ästhetik spielt hierbei eine Rolle. Um das Maß, das die Heizkörpernische tief ist, ist die Außenwand an dieser Stelle dünner. In thermografischen Aufnahmen der Gebäudewand können Heizkörpernischen als rote Flächen in der Regel klar erkannt werden. Das heißt, daß über die Heizkörpernische viel Heizenergie verloren geht. Durch das starke Temperaturgefälle droht zudem Schimmel an der kalten Innenseite der Heizkörpernische.Ein wichtiger Schritt zur Energieeinsparung und zur Verbesserung des Raumklimas ist also eine sinnvolle Isolierung des Nischenraumes und die wandbündige Verschließung. Die Isolierung sollte vom Fachmann durchgeführt werden, damit die Gefahr von Kältebrücken und damit Schimmelbildung ausgeschlossen werden kann.

Bildquelle: © PhotographyByMK – Fotolia.com

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Klaus Peters

Klaus Peters, 1970 in Dresden geboren, hat vor 10 Jahren seinen Handwerksmeister an der Meisterschule Hannover gemacht. Seit 2001 arbeitet und lebt der Frauenschwarm als selbständiger Handwerker (Gas & Wasser) in Berlin. Seit sein Sohn ihm vor zwei Jahren das Internet näher gebracht hat, ist der Naturliebhaber und Angler mittlerweile ein passionierter Blogger und Online-Redakteur in seiner Branche. Texte zu den Themen Garten, Möbel, Ein- und Umzug sowie Dekoration und Bau sind sein täglich Brot.

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