Mietpreise in Hamburg: Wohnraum bald nicht mehr bezahlbar?

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Mietwucher in Hamburg

Das Gesprächsthema ‚Mietpreise‘ ist ungeschlagene Nummer eins unter Neuankömmlingen in Hamburg. Schon die Suche nach einer Wohnung entpuppt sich häufig als Abenteuer.

Vor Mietwohnungen in der Schlange stehende Interessenten gehören mittlerweile zum gewohnten Stadtbild und WG Casts mit dutzenden Bewerbern sind keine Seltenheit. Auf dieses heikle Thema reagieren Wohnungssuchende häufig mit einem Raunen und rollenden Augen.

Ist der Mietpreis in Hamburg überhaupt noch bezahlbar?

Während der Mietenspiegel zeigt, dass vergleichsweise günstige Wohnungen in Hamburg vorhanden sein müssten, fragen sich viele Wohnungssuchende, wo dieser bezahlbare Wohnraum zu finden sein soll. Hauptgrund für diese Diskrepanz ist die Berechnungsweise des Hamburger Mietenspiegels. Hier werden ausschließlich Bestandsmieten in die Grundgesamtheit aufgenommen, die sich preislich häufig sehr deutlich von derzeitigen Angeboten unterscheiden.

Geteiltes Hamburg

Ein Phänomen, das nicht nur in Hamburg vorliegt, ist die Spaltung des Mietangebotes. Beliebte und damit auch verhältnismäßig teure Gegenden stehen Vierteln gegenüber, die zwar geringe Kaltmieten aber ebenso wenig Charme bieten. In beliebten Stadtteilen wie Eppendorf oder Eimsbüttel sind nicht nur begehrte Altbauwohnungen preisintensiv, sondern auch klassische 60er Jahre Bauten. Eine Gegenüberstellung des Immobilienbewerterverbandes (RICS), der aktuelle Mietpreise der Angebote eines bekannten Internetportales mit denen des offiziellen Mietenspiegels vergleicht, zeigt es deutlich. Die Unterschiede sind frappierend:

Bis zu 60 Prozent über den offiziellen Angaben liegen aktuelle Mietangebote.
Lediglich die Preise von gewerbegeprägten Vierteln gleichen denen des Mietenspiegels.

Mietpreise als Wahlkampfthema

Erste Schritte gegen die enormen Preissteigerungen der Mieten unternimmt die SPD mit der Forderung, die Mieten zu deckeln, um günstigeren Wohnraum für alle Interessenten bereitstellen zu können. Jedoch fehlen nach wie vor konkrete Handlungsansätze, die die Problematik in naher Zukunft lösen könnten. Bis die Politik erste konkrete Pläne in die Tat umgesetzt hat, sind viele Mietinteressenten darauf angewiesen, externe Hilfe bei der Wohnungssuche anzunehmen. Während viele auf die Unterstützung von Wohnungsbaugesellschaften hoffen, versuchen sich andere, mit hohen Mieten zu arrangieren und nehmen Abstriche in der Lebensqualität in Kauf, um sich teuren Wohnraum in Hamburg leisten zu können.

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Foto Quelle: © DOC RABE Media – Fotolia.com

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Klaus Peters

Klaus Peters, 1970 in Dresden geboren, hat vor 10 Jahren seinen Handwerksmeister an der Meisterschule Hannover gemacht. Seit 2001 arbeitet und lebt der Frauenschwarm als selbständiger Handwerker (Gas & Wasser) in Berlin. Seit sein Sohn ihm vor zwei Jahren das Internet näher gebracht hat, ist der Naturliebhaber und Angler mittlerweile ein passionierter Blogger und Online-Redakteur in seiner Branche. Texte zu den Themen Garten, Möbel, Ein- und Umzug sowie Dekoration und Bau sind sein täglich Brot.

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