Warum Sie Ihre Kopfkissen und Bettdecken regelmäßig waschen sollten

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Ein ungemachtes Bett mit Kissen und Decken

Betten frisch beziehen, na klar! Wer macht das nicht wenigstens einmal im Monat? Immerhin sind frische Bettlaken nicht nur eine Frage der Hygiene, sondern riechen auch frisch und sauber und vermitteln ein angenehmes Hautgefühl. Aber die Bettdecke und das Kissen selbst? Die wenigsten Menschen wissen, dass auch dieses Bettzubehör regelmäßig gewaschen werden sollte!

Wäschewechsel im Schnitt alle vier bis sechs Wochen?

So sieht es derzeit in Deutschland aus. Allerdings ist das viel zu selten, denn die Aufnahmefähigkeit hinsichtlich Schweiß ist bei normaler Bettwäsche bereits nach zwei Nächten erschöpft.

Eigentlich müsste also das Bett öfter neu bezogen werden. Denn jeder Mensch verliert je Nacht etwa ein bis eineinhalb Liter Schweiß, der in die Laken, Bezüge, Decken, Kissen und in die Matratze einsickert.
Für einen guten Abtransport von Feuchtigkeit sorgt Nacht- und Bettwäsche aus Baumwolle, Leinen und Seide. Bestehen die Textilien nicht ausschließlich aus diesen Materialien, sollten sie doch einen möglichst hohen Anteil haben.

Handwerker Tipp
Menschen, die stärker schwitzen, sollten die Bettwäsche einmal in der Woche wechseln. Denn Schweiß besteht nur zu 98 % aus Wasser. Der Rest setzt sich aus Talg, Harnstoff, Kochsalz und verschiedenen Säuren zusammen. Klar, dass das nicht so hygienisch ist.

Allergiker/-innen sollten besondere Vorkehrungen treffen

Natürlich sind regelmäßiges Lüften, Ausschütteln und wenigstens zweimal jährlich ein Waschgang schon gut, um Betten halbwegs rein zu halten.

Nach sechs bis acht Jahren sollten Decken und Kissen aber dennoch ausgetauscht werden, denn sie haben eine begrenzte Lebensdauer.

Auch wenn die Bettwaren außen noch gut aussehen, sind sie oft innen erschöpft und wärmen kaum noch, halten die Feuchtigkeit zu lange und lassen sich nicht mehr gut belüften. Für Allergiker/-innen, insbesondere diejenigen, die von einer Milbenallergie betroffen sind, sollten auf spezielle Bettwaren für Allergiker achten. Die sind auf wenigstens 60° C waschbar. Für Matratzen, Decken und Kissen sind im gut sortierten Bettenhandel, wie beispielsweise im Fachgeschäft vor Ort, auch Allergikerbezüge erhältlich. Die werden einmal wöchentlich abgezogen, bei 60° C oder in der Kochwäsche gewaschen und reduzieren die Symptome der Allergie erheblich.

Durch die Textilien bis in die Decken und Kissen

Ein bis eineinhalb Liter Schweiß sind eine Menge. Die Haut gibt die Feuchtigkeit natürlich nicht auf einmal ab, sondern langsam und überall am Körper verteilt durch rund 7 Millionen Poren. Dass Schlafwäsche und Bettlaken diese Menge an Feuchtigkeit nicht alleine aufnehmen können, versteht sich von selbst. Ein Teil der Feuchtigkeit gelangt ganz schnell in Kissen und Decken sowie in die Matratze. Daher ist es wichtig, Betten gründlich aufzuschütteln und bei starkem Nachtschweiß zu lüften – am besten draußen auf der Wäschestange.

Die Matratze darf dabei auch öfters umgedreht werden, so dass das Fußende am Kopfteil landet und umgekehrt. Auch Wenden ist empfehlenswert. Und natürlich darf die Matratze, genau wie Decke und Kissen, öfter im Sonnenlicht durchlüften. Die starke Sonneneinstrahlung tötet Keime ab. Matratzen können außerdem abgesaugt und mit Feinwaschmittel und einer weichen Bürste feucht gereinigt werden. Hat die Matratze einen abnehmbaren Bezug, sollte dieser wenigstens zweimal im Jahr gewaschen werden. Das gilt auch für die Bettdecke und das Kissen.

Für einen gesunden und erholsamen Schlaf

… sollte man also durchaus einiges beachten. Hier noch einmal in aller Kürze die Zusammenfassung, das Bettzeug sollte:

  • Täglich ausgeschüttelt und gut belüftet werden
  • Niemals mit einer Tagesdecke abgedeckt werden
  • Öfters in der Sonne lüften, um Erreger abzutöten
  • Alle zwei Wochen frisch bezogen werden
  • Wenigstens zweimal jährlich gewaschen werden
  • Nach sechs bis acht Jahren ersetzt werden

Titelbild: ©istock – showcake

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Klaus Peters

Klaus Peters, 1970 in Dresden geboren, hat vor 10 Jahren seinen Handwerksmeister an der Meisterschule Hannover gemacht. Seit 2001 arbeitet und lebt der Frauenschwarm als selbständiger Handwerker (Gas & Wasser) in Berlin. Seit sein Sohn ihm vor zwei Jahren das Internet näher gebracht hat, ist der Naturliebhaber und Angler mittlerweile ein passionierter Blogger und Online-Redakteur in seiner Branche. Texte zu den Themen Garten, Möbel, Ein- und Umzug sowie Dekoration und Bau sind sein täglich Brot.

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