„Am Wochenende mach ich schon ganz gern mal Party“: Tipps für die WG-Suche

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Wohnungsgemeinschaft

Ein eingefleischter Partylöwe passt nicht immer zu einer ruhigen Leseratte, genau so wenig wie sich Messy und Ordnungspedant auf Dauer wirklich gut auf engstem Raum vertragen werden. Wer als Student einen Platz in einer Wohngemeinschaft sucht, sollte sich ungeachtet aller persönlichen Toleranz deshalb möglichst nach gleichgesinnten Mitbewohnern umsehen, damit der Haussegen in der neuen WG nicht in eine Dauerschieflage gerät.

Nerd und Nerd gesellt sich gern

Auf der Suche nach einem Platz in der WG sind nicht nur die Lage und Nähe zur Uni, die Zimmergröße oder die Höhe der Miete entscheidend.
Vielmehr müssen sich verschiedene Charaktere hier für eine längere Zeit so gut miteinander vertragen, dass ein relativ reibungsloses Zusammenleben möglich ist. Menschen mit WG Erfahrung führen deshalb häufig ein regelrechtes „WG-Casting“ durch, um passende Mitbewohner für ihren bereits gut laufenden WG-Betrieb unter vielen Bewerbern herauszufiltern.

Da in vielen Universitätsstädten WG-Plätze recht rar sind, empfiehlt es sich für Suchende, sich auf ein solches Casting gut vorzubereiten. Es ist sehr wichtig, dass man sich selbst gut einschätzen kann und sich über persönliche Vorlieben, Empfindlichkeiten sowie Abneigungen gleichermaßen klar wird. Wer lärmempfindlich ist, wird mit lärmliebenden Party-Animals nicht recht glücklich werden. Deshalb sollte man sich beim ersten Besuch in der potentiellen Wunsch-WG offen und direkt mit den möglichen Mitbewohnern über solche und ähnliche Fragen unterhalten. Auch das häusliche Umfeld in der Wohnungsgemeinschaft sagt viel darüber aus, wie die Bewohner mit Fragen der Sauberkeit, Ordnung und Privatsphäre umgehen. Daraus lassen sich viele Schlüsse ziehen, ob es passt oder nicht passt.

Video: WG-Casting

Vorbereitung auf das WG-Casting – Formalien und Tipps

Viele bereits eingespielte WG-Teams prüfen neue Bewerber auf Herz und Nieren. Wer sich auf ein solches Casting vorbereitet, sollte daher folgende Aspekte nicht vernachlässigen:

  • Schufa-Auskunft.
  • Einkommensnachweis.
  • gegebenenfalls Nachweis über eine Bürgschaft.
  • unter Umständen eine Bescheinigung über eine Mietschuldenfreiheit.
  • mögliche Referenzen aus anderen Wohngemeinschaften.
Handwerker Tipp
Geduld und ein offenes, kommunikatives Wesen zahlen sich ebenfalls aus, da man im Regelfall nicht der einzige Bewerber für den WG-Platz sein wird.
Je mehr es also gelingt, sich aus der Masse der anderen Anwärter herauszuheben, desto größer sind die Erfolgsaussichten. Dabei nutzt es aber nichts, sich zu verstellen, denn die Sympathie entscheidet.

Typische WG-Originale

Um sich auf die üblichen WG-Mitbewohner einzustellen können, ist es nützlich, übliche Mitbewohner-Typen zu erkennen. Die Typisierung ist auch bei der Selbsteinschätzung nützlich. Pedanten lieben eine ordentliche und beinahe sterile Umgebung, sie achten häufig auf ihre Ernährung und mögen es gerne sauber. Sie stellen gerne Regeln auf, an die man sich im besten Falle halten sollte. Partylöwen sind gern unter Menschen. Am Wochenende zu Hause bleiben kommt für sie nicht wirklich in Fragen. Sonst gäbe es Montag ja nichts zu erzählen. Dann gibt es diejenigen, die sich am Wochenende zwar auch gerne mit ihren Freunden treffen, dabei aber eher vor dem PC sitzen bleiben. Schönheitsfanatiker und Schönheitsfanatikerinnen sind oft eitel und verbringen viel Zeit im Badezimmer. Wieder andere Studenten und Studentinnen legen ihren Fokus auf die Universität. Ihre Freizeit verbringen sie in der Bibliothek und abends wird sich eher einem Text für das nächste Seminar gewidmet als großartig auszugehen.

Nachteile können also bei jedem potentziellen Mitbewohner gefunden werden. Am besten sollte man bei der Wochnungssuche auf sein Bauchgefühl hören. Dann kann man sich sicher sein, Menschen zu finden, die kommunikativ, gesellig, verlässlich und anpassungsfähig sind.

Der Topf passt zum Deckel wie der Bewohner zur WG

Glücklich sind da Wohngemeinschaften, deren Bewohner sich einigermaßen ähnlich sind. Wer also gerade nach einem WG-Platz sucht, sollte passende Charaktere als Mitbewohner bevorzugen.

Titelbild: © istock.com – monkeybusinessimages

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Klaus Peters

Klaus Peters, 1970 in Dresden geboren, hat vor 10 Jahren seinen Handwerksmeister an der Meisterschule Hannover gemacht. Seit 2001 arbeitet und lebt der Frauenschwarm als selbständiger Handwerker (Gas & Wasser) in Berlin. Seit sein Sohn ihm vor zwei Jahren das Internet näher gebracht hat, ist der Naturliebhaber und Angler mittlerweile ein passionierter Blogger und Online-Redakteur in seiner Branche. Texte zu den Themen Garten, Möbel, Ein- und Umzug sowie Dekoration und Bau sind sein täglich Brot.

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