Der Traum vom Schwedenhaus: Praktische Einrichtungstipps

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Rotes Schwedenhaus bei Sonnenschein

Schwedenhäuser liegen derzeit aus gleich mehreren Gründen voll im Trend. Der erste Grund ist der, dass Schwedenhäuser unglaublich hübsch sind. Zudem sind sie der Innbegriff von romantischer Wohnlichkeit. Darüber hinaus erweisen sich die Häuser nach schwedischem Vorbild als extrem energiesparend und ökologisch sinnvoll. Das Beste ist aber, dass sich der Traum vom eigenen Schwedenhaus schon binnen weniger Wochen verwirklichen lässt. Damit die besagte Wohnlichkeit aber auch tatsächlich vollends zum Tragen kommt, gilt es, das traute Schwedenheim entsprechend einzurichten.

Ein Haus, ein kunterbuntes Haus …

Der allgemeinen Verständlichkeit wegen sollte vielleicht voran geschoben werden, dass Schwedenhaus keine geschützte, aber durchaus gängige Bezeichnung für spezielle Holzbauten ist, die wie besagt nach schwedischem Vorbild gebaut werden. Eine herausragende Besonderheit der betreffenden Häuser ist, dass sie vonseiten ihrer zugrunde liegenden Konstruktion oder Gestaltung in der Regel sehr einfach gehalten sind. Entsprechend dazu sind ausgefallene Gestaltungsexperimente eher die Seltenheit.

Es ist anzumerken, dass die bewusste Zurückhaltung bei der Gestaltung nicht zulasten der Ästhetik geht. Tatsächlich sehen Schwedenhäuser dank ihrer klaren Formgebung und der daraus resultierenden Schlichtheit überaus hübsch aus. Das gilt vor allem, wenn ihre Holzfassaden in einer schönen Farbe gestrichen werden. Wobei direkt anzumerken ist, dass es nicht immer das aus den Verfilmungen von Astrid Lindgrens Kinderbüchern bekannte Schwedenrot sein muss, das die Schwedenhäuser ziert.

Das stilechte Einrichten von Schwedenhäusern mit ländlich puristischem Charme

Gemeinhin empfiehlt es sich, die unaufgeregte Schlichtheit, die Schwedenhäuser von außen ausmacht, auch bei der Inneneinrichtung beizubehalten. So empfehlen sich vor allem einfach gehaltene Möbel aus massivem Holz und Lampen oder Leuchten mit zeitlos klassischem Design. Ob die Massivholzmöbel nun naturbelassen bleiben oder vielleicht doch lieber lackiert werden sollten, ist dabei jedem selbst überlassen.

Wer seine Möbel lackieren möchte, sollte im Zweifelsfall zu einem reinen Weiß oder einem blassen Blau tendieren. Das gilt zumindest dann, wenn die Möbel ihren schwedischen Vorbildern entsprechen sollen. Die Bezüge der Polstermöbel sowie Teppiche oder Vorhänge dürfen hingegen gerne farbenfroher ausfallen, obgleich sich hierbei vor allem Farben anbieten, die so auch in der Natur zu finden sind. Darüber hinaus gehören natürlich noch viele Zimmerpflanzen und schöne Bauerngestecke oder dergleichen in ein Schwedenhaus.

Vielleicht nicht ganz stilecht, aber auf jeden Fall stilvoll und schön!

Selbstverständlich müssen Schwedenhäuser nicht wie zuvor beschrieben werden. Soll heißen, dass jeder sein Schwedenhaus genau so einrichten darf, wie es ihm persönlich am besten gefällt. Immerhin handelt es sich dabei um das traute Eigenheim, in dem man sich vollends wohlfühlen möchte. Wer möchte, könnte demzufolge auch unsagbar reizvolle Kontraste setzen, indem er sein ländlich schönes Schwedenhaus mit einer urbanen Innenausstattung versieht.

Handwerker Tipp

Davon abgesehen sind Schwedenhäuser geradezu prädestiniert für den sogenannten Shabby Chic oder den Vintage Style. Shabby Chic steht dabei um eine recht junge Stilrichtung, bei der Möbel und sonstige Einrichtungsgegenstände aus verschiedenen Stilrichtungen so miteinander kombiniert werden, dass sie zusammen ein absolut einzigartiges, aber in sich durchgehend harmonisches, Gesamtbild ergeben. Vintage Style bezeichnet hingegen Möbel und Einrichtungsgegenstände, die gebraucht aussehen, wodurch die Inneneinrichtung bereist am Tag des Einzugs so wirkt, als ob das Schwedenhaus schon seit vielen Jahren bewohnt würde.

Ich mach‘ mir die Welt – widdewidde wie sie mir gefällt …

Abschließend ist noch anzumerken, dass natürlich auch der umliegende Garten entsprechend zum Schwedenhaus und dessen Inneneinrichtung gestaltet werden sollte. Obgleich auch hierbei gilt, dass erlaubt ist, was gefällt – ganz gleich, ob sich die Nachbarn nun daran stören mögen oder nicht.

Titelbild: © istock.com – Oleg_Golikov

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Klaus Peters

Klaus Peters, 1970 in Dresden geboren, hat vor 10 Jahren seinen Handwerksmeister an der Meisterschule Hannover gemacht. Seit 2001 arbeitet und lebt der Frauenschwarm als selbständiger Handwerker (Gas & Wasser) in Berlin. Seit sein Sohn ihm vor zwei Jahren das Internet näher gebracht hat, ist der Naturliebhaber und Angler mittlerweile ein passionierter Blogger und Online-Redakteur in seiner Branche. Texte zu den Themen Garten, Möbel, Ein- und Umzug sowie Dekoration und Bau sind sein täglich Brot.

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