Ein kleines Naturbad im eigenen Garten – so geht’s!

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Ein Naturschwimmteich mit Steg und kleinem Pavillion

Ein Naturbad gewährleistet entspannte Momente und ein ausgelassenes Schwimmvergnügen im eigenen Garten. Der natürliche Pool ist ein geschlossenes System, welches ohne den Einsatz von Chemikalien und ohne ständigen Wasseraustausch das Wasser auf einem einwandfreien hygienischen Niveau hält.

Die Wahl des Standorts

Ein Naturbad benötigt ein ebenes Geländeprofil und ausreichend Platz. Nicht jeder Standort ist geeignet, um den Traum vom eigenen Pool zu verwirklichen. Wenn die Sonne direkt und in großer Intensität auf das Wasser fällt, dann wird die Bildung von Fadenalgen unterstützt. Solche Algen sind im Badewasser nicht erwünscht, denn sie trüben das Wasser und sorgen für eine übermäßige Nährstoffanreicherung im Wasser. Wenn sich Algen gebildet haben, erhöht sich der Pflegeaufwand. Ein Standort, der durch umliegende Bäume und Bauwerke teilweise beschattet wird, reduziert diesen unerwünschten Nebeneffekt. Alternativ sollte geprüft werden, ob ein Sonnensegel über dem Naturbad aufgebaut werden kann. Aufmerksamkeit gilt auch den naheliegenden Bäumen und Sträuchern, denn im Herbst verschmutzen die herabfallenden Blätter und Früchte das Badewasser. Wenn sie nicht rechtzeitig entfernt werden, wird das Wasser zusätzlich mit Nährstoffen belastet.

Die Bestandteile des Naturbads

Der natürliche Pool im Garten besteht aus einem Becken, welches zum Schwimmen gedacht ist. Um das Wasser zu reinigen, ist ein zusätzliches Filterbecken notwendig. Es dient der Wasseraufbereitung und benötigt eine gewisse Grundfläche, die von der Fläche des Schwimmbereichs abhängt. Die Fläche ist entscheidend, da nur ein ausreichend großes Filterbecken die Wassermengen im Schwimmbereich filtern kann. Eine Pumpe befördert das Wasser aus dem Pool in das abgetrennte Filterbecken. Wasserpflanzen und Mikroorganismen sorgen für eine rein biologische Reinigung. Ein Oberflächenabsauger, der sogenannte Skimmer, sorgt im Schwimmbecken dafür, dass grober Schmutz direkt abgesaugt wird. Der Pflegeaufwand reduziert sich durch diese Vorrichtungen auf ein Minimum. Dennoch ist es wichtig, die Wasserqualität regelmäßig zu prüfen. Eine starke Wassertrübung deutet darauf hin, dass der Filterbereich das Wasser nicht mehr einwandfrei aufbereiten kann. Auch Mängel an der Technik können die Ursache sein. Folgende Werte geben einen Aufschluss über die Wasserqualität:

Wasserhärte, die durch den Karbonatgehalt angezeigt wird:

  • elektrische Leitfähigkeit
  • Gehalt an Phosphor
  • pH-Wert
  • Redoxpotential

Der Bau kann beginnen

Der Boden des Naturbads kann aus einem massiven Betonfundament bestehen. Alternativ eignet sich eine wasserdichte Folie, die in einer Grube ausgelegt wird. Hierfür kommt entweder eine Folie aus PVC oder aus dem synthetischen Kautschuk EPDM zum Einsatz. PVC hat eine hohe chemische Beständigkeit. Die Nähte sind besonders robust und das Material lässt sich im Schadensfall leicht reparieren. Liegt das Material über längere Zeit trocken, wird es durch die Sonneneinstrahlung spröde. EPDM ist beständig gegenüber der UV-Strahlung. Im Gegensatz zu PVC ist es auch bei niedrigen Temperaturen flexibel und wird nicht steif. Während PVC-Folien in verschiedenen Farben angeboten werden, ist EPDM nur in Schwarz erhältlich. Wenn der Pool gemauert wurde, können die Innenwände mit Naturstein, Keramikfliesen oder wasserfestem Putz dekoriert werden.

Der Naturpool – Ökologisch, umweltfreundlich und entspannend

Die Umsetzung von natürlichen Bio-Gewässern im eigenen Garten ist eine komplexe Angelegenheit, die grundsätzlich von erfahrenen Unternehmen durchgeführt oder zumindest beaufsichtigt werden sollte. Eine Übersicht für spezialisierte Anbieter findet man beispielsweise beim Verband Pool for Nature.

Handwerker Tipp
Mit einem eigenen Naturbad geht ein großer Traum in Erfüllung. Neben dem Schwimmbereich benötigt der Naturpool aber auch ein Filterbecken. Die Basis einer rein ökologischen Funktionsweise ist die Bepflanzung. Bei der Auswahl der Baumaterialien ist der individuelle Geschmack ausschlaggebend. Ein Naturbad kann aus Beton gefertigt oder mit Folie ausgelegt werden. Wer sich für einen Naturpool entscheidet, der schützt die Umwelt und sorgt gleichzeitig für ausgelassene Bademomente und ein hohes Wohlbefinden.

Titelbild: ©iStock.com – Stefan Rotter

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Klaus Peters

Klaus Peters, 1970 in Dresden geboren, hat vor 10 Jahren seinen Handwerksmeister an der Meisterschule Hannover gemacht. Seit 2001 arbeitet und lebt der Frauenschwarm als selbständiger Handwerker (Gas & Wasser) in Berlin. Seit sein Sohn ihm vor zwei Jahren das Internet näher gebracht hat, ist der Naturliebhaber und Angler mittlerweile ein passionierter Blogger und Online-Redakteur in seiner Branche. Texte zu den Themen Garten, Möbel, Ein- und Umzug sowie Dekoration und Bau sind sein täglich Brot.

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