High-Tech Kühlschränke: Was die modernen Haushaltsgeräte heutzutage können

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In der Küche hat sich während der letzten Dekaden eine Menge getan, natürlich in erster Linie in Sachen Technik. Die wichtigsten Geräte sind nach wie vor Kühlschrank und Herd. Aber der Kühlschrank ist längst nicht mehr nur ein kühler Aufbewahrungsort für verderbliche Lebensmittel. Er ist ein High-Tech-Gerät geworden, das den Alltag erleichtert, Lebensmittel vor dem Verderben bewahrt und mehr.

Unterschiedliche Lebensmittel wollen bei unterschiedlichen Temperaturen gelagert sein

Während Obst meist nur leicht gekühlt werden muss, sehen Milchprodukte die Sache mit der Temperatur schon kritischer. Sie brauchen eine gleichbleibend kühle Umgebung, die frei von Temperaturschwankungen ist. Noch empfindlicher sind Fleisch- und Fischprodukte, die zudem noch unangenehme Nebenwirkungen haben können, wenn sie verderben. Der moderne High-Tech Kühlschrank bietet dementsprechend unterschiedliche Temperaturzonen an, die individuell auf die dort gelagerten Lebensmittel eingestellt werden können.

Das ist in vielerlei Hinsicht praktisch: Es dient der Gesundheit, wenn Lebensmittel fachgerecht gelagert werden und der Zerfallsprozess aufgehalten wird. Aber es kommt natürlich auch der Haushaltskasse zugute, wenn weniger Lebensmittel verderben und weggeworfen werden müssen.

Handwerker Tipp

Antibakterielle Beschichtung

Übrigens leisten Glas und Acryl mit antibakteriellen Beschichtungen im Innenraum des Kühlschranks auch ihren Beitrag dazu.

Außen angebrachte Eis- und Getränkespender

Moderne Kühlschränke sind meist eine Kombination aus Kühl- und Gefrierschrank. Was vor einigen Jahren noch das kleine Gefrierfach im großen Kühlschrank war, sind heute die sogenannten Side-by-Side Kühlschränke. Diese High-Tech Kühlschränke, die aus amerikanischen Serien und Filmen bekannt sind, bestehen aus einem Gefrierschrank auf der einen und einem Kühlschrank auf der anderen Seite. Die freistehenden Geräte haben oft außen einen Eis- und einen Getränkespender, der ohne Öffnen des Kühlschranks bedient werden kann.

Das ist nicht nur außerordentlich praktisch, sondern dient auch der Hygiene: Bei jedem Öffnen der Kühlschranktür steigt die Temperatur im Inneren durch den möglichen Luftaustausch und Bakterien können in den Kühlschrank gelangen. Die Mathematiker unter den Lesern und Leserinnen sind jetzt außerdem noch in der Lage zu errechnen, wieviel Stromgeld man im Jahr spart, wenn der Kühlschrank nicht für jede Dose Cola plus jeweils drei Eiswürfel aus dem Gefrierfach geöffnet werden muss.

UV-Licht, Stromersparnis und der Kühlschrank mit Nase

Noch mehr Zukunftsmusik kommt vom MIT. Dort ist in Zusammenarbeit mit Siemens, LG und AEG so einiges entstanden, was auch schon auf dem Markt ist. Ein Gemüsefach mit eingebauten UV-Lampen, die das Gemüse permanent bestrahlen, halten selbiges länger frisch. Wer sich Sorgen um die Stromkosten macht, sei unbesorgt: Das Modell von LG ist außen so gut isoliert, dass wenig Kälteleistung verlorengeht, weniger gekühlt werden muss und die Rechnung am Ende aufgeht. Ein anderes Modell arbeitet mit einer Vakuum-Schublade, die Sauerstoff von den Lebensmitteln fernhält. Nach dem Schließen entzieht der Kühlschrank der Schublade die Luft und damit den Sauerstoff – der natürliche Verfall ist aufgehoben.

Siemens hat dagegen ein Gerät entwickelt, das die Lebensmittel bei knapp über Null Grad lagert und dazu noch die Feuchtigkeit absorbiert und nur in der optimalen Dosierung wieder an die Luft abgibt. Auch das hält Lebensmittel länger frisch. Ganz anders arbeitet dagegen der sogenannte Sensorfresh-Q, der über einen Ventilator Luft ansaugt und die darin enthaltene Bakteriendichte misst. Der Kühlschrank riecht also letzten Endes, ob das Fleisch noch frisch genug zum Verzehr ist.

Video: Kühlschränke – Darauf kommt es an!

Noch keine Massenware, aber alltagstauglich

Die vorgestellten Geräte sind alle schon erhältlich, haben aber ihren Preis. Massenware sind sie noch lange nicht. Aber es gibt noch mehr intelligente Ansätze: Der koreanische Hersteller Samsung beispielsweise setzt auf RIFD-Chips in den Etiketten der Lebensmittel, die Informationen zur Haltbarkeit haben. Laufen Lebensmittel ab oder werden im Kühlschrank knapp, druckt der intelligente Kühlschrank einen Einkaufszettel aus. Touchscreen und Stimmerkennung gibt es längst in der Küche. Im Mittelpunkt der neuen Entwicklungen stehen allerdings Nachhaltigkeit, grüne Technologien und Hygiene.

Titelbild: © istock.com – artefacti

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Klaus Peters

Klaus Peters, 1970 in Dresden geboren, hat vor 10 Jahren seinen Handwerksmeister an der Meisterschule Hannover gemacht. Seit 2001 arbeitet und lebt der Frauenschwarm als selbständiger Handwerker (Gas & Wasser) in Berlin. Seit sein Sohn ihm vor zwei Jahren das Internet näher gebracht hat, ist der Naturliebhaber und Angler mittlerweile ein passionierter Blogger und Online-Redakteur in seiner Branche. Texte zu den Themen Garten, Möbel, Ein- und Umzug sowie Dekoration und Bau sind sein täglich Brot.

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