Kleiner Garten ganz groß: Tipps für die Gartengestaltung

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Schubkarre voll Erde in Garten

Wer in einem Stadthaus oder Reihenhaus wohnt, kann oftmals nur einen kleinen Garten sein eigen nennen. Die Möglichkeiten für die Gestaltung sind dann natürlich sehr beschränkt. Allerdings heißt das nicht, dass nicht auch ein kleiner Garten zu einem Wohlfühlparadies mit üppigem Grün und besonderen Gestaltungselementen werden kann.

Ein kleiner Garten hat einige Pluspunkte

Die Gartengestaltung auf einem kleinen Grundstück macht viel Spaß, weil weniger Arbeit anfällt. Für das Anlegen des Rasens, die Bepflanzung und den Terrassenbau wird deutlich weniger Zeit und Anstrengung benötigt. Wer viel Liebe ins Detail stecken möchten, kann das problemlos tun. Aufgrund der kleineren Fläche, halten sich außerdem die Kosten für sämtliche Materialien in Grenzen, weil davon schlichtweg nicht so viel benötigt wird wie für einen großen Garten. Aus diesem Grund ist es möglich, sich doch eher für einen teureren Terrassenbelag und Pflanzen zu entscheiden, die bereits größer und damit kostspieliger sind.

Wer sich in außergewöhnliche Designer-Gartenmöbel verliebt hat, kann sich diese ebenfalls leisten, weil noch Budget übrig ist. Avantgardistische Gartenstühle oder ein Tisch mit extravaganter, minimalistischer Formensprache – zum Beispiel hier gesehen – werden außerdem zum besonderen Hingucker in einem kleinen Garten.

Video: Einem kleinen Garten Form geben

Raum schaffen

Gärtnerhut an StuhlDer Trick einen kleinen Garten größer erscheinen zu lassen, liegt darin, die Fläche scheinbar zu vergrößern. Dies ist beispielsweise durch eine Unterteilung möglich, die durch kleine Hecken, einzeln gepflanzte Büsche oder Bäume, bewachsene Rankgitter, Rosenbögen und Flechtzäune erreicht wird. Diese stellen optische Barrieren dar, die den Garten unüberschaubar machen. Auf diese Weise kann die Fläche nicht voll eingesehen werden und wirkt automatisch größer als eine klassische Rasenfläche, die von Beeten, einem Zaun oder einer Hecke umgrenzt ist.

Weitere Gestaltungsideen:

  • Beete nach unterschiedlichen Themen anlegen (z.B. japanisches Kiesbeet, englischer Rosengarten).
  • Das Grundstück des Nachbarn kann anstelle eines Zauns mit einzelnen Büschen abgegrenzt werden. Am besten werden diese versetzt und nicht in einer Reihe gepflanzt.
  • Immergrüne Pflanzen wie zum Beispiel Liguster, Kirschlorbeer, Kamelie, Rhododendron oder Bambus pflanzen, um auch im Winter den Garten uneinsehbar zu machen.

Auch wenn die Fläche für einen großen Fisch- oder Schwimmteich nicht ausreicht, ist oftmals ein Bachlauf möglich. Das fließende Wasser dient außerdem dazu, den Blick zu lenken und damit von der bescheidenen Gartengröße abzulenken. Das Gleiche kann auch ein verschlungener Pfad leisten, der nicht ganz akkurat angelegt ist und aus Natursteinen oder Kies besteht.

Handwerker Tipp
Wer sowieso das Gelände abfangen muss, weil ein gewisses Gefälle vorhanden ist oder das Grundstück sogar am Hang liegt, kann dies mit einer Terrasse oder Beeten auf verschiedenen Ebenen sehr gut machen. Dies erzeugt gleichzeitig spannende Abwechslung und täuscht ebenfalls über die kleine Grundstücksfläche hinweg. Die Ebenen können mit Natursteinen, Schalsteinen, die mit Beton gefüllt werden, oder mit L-Steinen gebaut werden.

Verschiedene Sitzgelegenheiten vergrößern optisch die Fläche. Wer neben einem Tisch und Stühlen auf der Terrasse eine weitere Sitzecke im Garten gestaltet, erzeugt so einen großzügigeren Eindruck. Dies ist bereits mit einer Garnitur, die aus einem Tisch und zwei Stühlen besteht, oder einer Sonnenliege möglich. Wird diese Stelle gepflastert, verstärkt das die scheinbare Großzügigkeit.

Don´ts bei der Gartengestaltung

  • Eine durchdachte Planung ist wichtig. Wer einfach loslegt und verschiedene Pflanzen und Stile mischt, wird mit seinem kleinen Garten nicht glücklich.
  • Schnell wachsende Pflanzen, die sich unter Umständen explosionsartig vermehren, sollten vermieden werden. Zum einen bedeutet dies, dass man viel Arbeit mit dem Zurückschneiden hat. Zum anderen wirkt die kleine Fläche so schnell überladen.
  • Auch große Bäume sollte man besser vermeiden. Eine Alternative sind Großsträucher wie beispielsweise Scheinbuche.
  • Üppige Gartenmöbel wie ein massiver Holztische, Sessel oder ein Loungesofa sind ein No-Go, weil diese viel Platz benötigen und auf einer kleinen Terrasse überdimensioniert wirken. Stattdessen empfehlen sich Möbel aus Metall mit geradlinigen Formen.
  • Großformatige Beläge sind bei kleinen Gärten für die Wege und Terrasse nicht geeignet.

Titelbild: © Fotolia.com – Krawczyk
Textbild: © Fotolia.com – K.-U. Häßler

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Klaus Peters

Klaus Peters, 1970 in Dresden geboren, hat vor 10 Jahren seinen Handwerksmeister an der Meisterschule Hannover gemacht. Seit 2001 arbeitet und lebt der Frauenschwarm als selbständiger Handwerker (Gas & Wasser) in Berlin. Seit sein Sohn ihm vor zwei Jahren das Internet näher gebracht hat, ist der Naturliebhaber und Angler mittlerweile ein passionierter Blogger und Online-Redakteur in seiner Branche. Texte zu den Themen Garten, Möbel, Ein- und Umzug sowie Dekoration und Bau sind sein täglich Brot.

1 Kommentar

  • Antworten November 14, 2016

    Conti

    Diese Tipps sind wirklich sehr praktisch und wenn es im Frühjahr wieder ans Pflanzen und Gestalten geht, werde ich sicherlich das eine oder andere beherzigen. Ich habe mir sowieso mal wieder vorgenommen, meinen Garten anders zu gestalten, auf Dauer immer nur das Selbe zu sehen, ist irgendwie langweilig. Da der Garten auch relativ groß ist, habe ich da auch genug Spielraum zum Austoben.
    Zum Thema: „es empfehlen sich Möbel aus Metall mit geradlinigen Formen“, habe ich mir auch gedacht, ich könnte eine schöne neue Gartenbank gebrauchen. Die sehen auch sehr modern aus und würden super in den Garten passen. Oder eine schön Statue wäre auch toll, ist zwar etwas oldschool aber dennoch zeitlos 😉

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