Möbel aus Wildholz: Einzelstücke direkt aus der Natur

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Naturholz zum Möbelbau

Naturholz zum Möbelbau

In Sachen Möbeln wurde ein neuer Trend geboren. Denn wer „in“ sein möchte, holt sich seinen Sessel, Keiderschrank oder das Bett nun nicht mehr aus dem Möbelhaus, sondern einfach aus dem Wald. Diese Option der Möbel aus Wildholz ist nicht nur ökologisch nachhaltig, sondern macht außerdem Spaß, wenn man seine individuellen Einzelstücke komplett selbst herstellen kann.

Naturholzmöbel der besonderen Art

Der neue Möbeltrend ist grundsätzlich einzigartig und dennoch so alltagstauglich. Denn die Möbelstücke werden dabei aus sogenanntem Totholz, das im Wald zu finden ist, hergestellt.

Ein einzelner Ast, der besonders ausdrucksstark ist oder einfach gefällt, bildet dabei die Grundlage für ein sehr individuelles Möbelstück aus Wildholz. Allerdings benötigt man bis zur Fertigstellung etwas Geduld, denn das Sammeln der Holzstücke im Wald ist die eine Sache, eine lange Trocknungsdauer von mindestens zwei Jahren ist die andere.

Geduld ist also gefragt, wenn man sich ein Wildholzmöbel zulegen möchte. Ist es dann soweit, und das Holz kann verarbeitet werden, genügt dazu ganz einfaches Werkzeug. Die Schritte zur Herstellung der Naturmöbel ist einfach, denn einfach die Äste auf die entsprechende Größe zuschneiden, Zapfen schnitzen und die benötigten Löcher bohren und anschließend die Einzelteile zusammen stecken. Am Ende wird das Möbelstück noch verleimt. Das benötigte Werkzeug ist in jedem gut sortierten Heimwerkerkeller vorhanden, denn es braucht dazu nur Handsäge, Schnitzmesser und ein Handbohrer.

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Totholz ist genau definiert

Wer sich jetzt fragt, ob er einfach in den Wald gehen kann und sich Holz für sein Naturmöbel beschaffen kann, der irrt etwas. Denn die Definition des sogenannten Totholzes ist sehr exakt formuliert. Grundsätzlich bezeichnet man alle Äste, Zweige und sonstige Teile eines Baumes, die im Frühjahr oder Herbst im Wald am Boden liegen, als Totholz.

Mitgenommen werden darf dann so viel, wie man tragen kann. Wer keine ausreichende Menge an Bäumen in seiner Umgebung hat, der kann sich gerade im Herbst und Frühjahr auch auf Bauhöfen oder bei Baumschulen umsehen.

Damit die zukünftigen Möbel aus dem begehrten und gleichzeitig herrlichen Naturmaterial auch robust genug sind, ist es wichtig, auf die richtige Baumsorte zu achten. Grundsätzlich ist es so, dass sich Nadelhölzer weniger zur Weiterverarbeitung eignen. Dies einfach deshalb, da sie zu starker Harzbildung neigen. Buche ist besser geeignet, verwittert aber sehr rasch. Ein hervorragendes Holz ist die heimische Eiche, die nicht nur in ihrer dunklen Optik sehr schön aussieht, sondern auch sehr robust und gleichzeitig pflegeleicht ist.

Video: So arbeitet eine Wildholztischlerei

Die Verarbeitung von Wildholzmöbeln ist denkbar einfach

Was die Verbindungstechniken und individuellen Oberflächenbehandlungen betrifft, so gibt es zwischen den Möbeln aus Wildholz und hochwertigen Modellen aus dem Möbelmarkt kaum Unterschiede. Allerdings haben die Naturmöbel einen großen Vorteil, der auch ihre Besonderheit ausmacht. Denn sie können ausschließlich in Handarbeit verarbeitet werden. Die Einzelteile des Möbelstückes müssen nämlich mit der Hand verleimt werden, wobei am besten Schaumleim zum Einsatz kommt.

Da dieser aufquellende Eigenschaften hat, eignet er sich besonders gut zur Verbindung der einzelnen Teile. Man sollte jedoch darauf achten, dass überschüssiger Leim nicht abgewischt wird, sondern nach der Trocknung mit einem scharfen Gegenstand abgelöst wird. Damit die Möbel aus Wildholz lange ihre herrliche Optik bewahren, sollten sie in regelmäßigen Abständen mit etwas Öl eingerieben werden.

Handwerker Tipp

Wildholzmöbel: individuell und wunderschön

Wer sich für Möbel aus dem einzigartigen Naturmaterial entscheidet, verleiht seiner Einrichtung eine ganz individuelle Optik, die besonders und einmalig wirkt.

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Bildquelle: Vladyslav Danilin – Shutterstock.com

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Klaus Peters

Klaus Peters, 1970 in Dresden geboren, hat vor 10 Jahren seinen Handwerksmeister an der Meisterschule Hannover gemacht. Seit 2001 arbeitet und lebt der Frauenschwarm als selbständiger Handwerker (Gas & Wasser) in Berlin. Seit sein Sohn ihm vor zwei Jahren das Internet näher gebracht hat, ist der Naturliebhaber und Angler mittlerweile ein passionierter Blogger und Online-Redakteur in seiner Branche. Texte zu den Themen Garten, Möbel, Ein- und Umzug sowie Dekoration und Bau sind sein täglich Brot.

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