Viktorianischer Einrichtungsstil – Wie kann ich ihn selber verwirklichen?

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Viktorianisch eingerichtetes Zimmer mit einem viktorianischen Sessel vor Gardinen.

Dass sich Einrichtungen im Laufe der Jahre, Jahrzehnte oder sogar Jahrhunderte wandeln, versteht sich von selbst. Immerhin haben sich auch die Lebensbedingungen oder Lebensumstände im Laufe der Zeit gewandelt. Wie drastisch der Wandel aber tatsächlich ausfällt, zeigt ein direkter Vergleich zwischen einer zeitgemäß modernen Inneneinrichtung mit den Einrichtungen, die im Viktorianischen Zeitalter üblich waren. Obgleich bei besagtem Vergleich direkt auffällt, dass der Viktorianische Einrichtungsstil für die Ewigkeit geschaffen zu sein scheint, wohingegen manch ein Einrichtungstrend von heute wohl schon morgen in Vergessenheit geraten dürfte.

Der Inbegriff von Opulenz

Während moderne Einrichtungsstile vonseiten ihrer Formen und Farmen zumeist bewusst minimalistisch gehalten sind und dadurch zuweilen geradezu steril wirken können, ist der Viktorianische Einrichtungsstil der gelebte Inbegriff von Opulenz. Obgleich direkt angemerkt werden muss, dass sich besagte Opulenz nicht bloß darin zeigt, dass die Möbel und Wohnaccessoires in der Viktorianischen Zeit bis ins kleinste Detail kunstvoll verziert waren. Über die aufwendigen Verzierungen hinaus zeigt sie sich nämlich vor allem auch in der Qualität der verwendeten Materialien, zu denen neben massivem Holz exotischer Baumarten und echtem Leder vor allem auch edle Stoffe, wie etwa Samt, Satin oder Seide, gehörten. Zudem vielen die Einrichtungen im Viktorianischen Zeitalter für gewöhnlich viel farbenfroher als heute aus. Wobei zu betonen ist, dass die Farben nie aufdringlich wirken und immer perfekt aufeinander abgestimmt sind.

Handwerker TippDes Weiteren ist anzumerken, dass sich eine Viktorianische Einrichtung über die genannten Kriterien hinaus auch durch eine geschmackvolle Dekoration auszeichnet, die in der Regel viel umfangreicher ausfällt, als es heutzutage gemeinhin üblich ist.

Zu besagter Dekoration gehören selbstverständlich auch die dazu passenden Lampen und Leuchten, die das luxuriös elegante Ambiente, das eine viktorianische Einrichtung über allem anderen ausmacht, unterstreicht.

Eine viktorianische Einrichtung im Vintage Style

Für viele Leute liegt der Hauptreiz einer Viktorianischen Einrichtung vor allem darin, dass der Stil, der ihr zugrunde liegt, aus einer völlig anderen Epoche stammt, die so völlig anders als die Jetztzeit war. Entsprechend dazu bietet es sich geradezu an, die Viktorianische Einrichtung im sogenannten Vintage Style zu halten. Gemeint ist damit, dass Möbel und Wohnaccessoires verwendet werden, die künstlich gealtert wurden, sodass sie so aussehen, als ob sie tatsächlich noch aus dem Viktorianischen Zeitalter stammen würden.

Video: Leben wie im Viktorianischen Zeitalter

Eine viktorianische Einrichtung der etwas anderen Art

Dass moderne Einrichtungsstile immer minimalistisch gehalten wären und durch klare Formen dominiert würden, stimmt so nicht ganz. Bestes Beispiel hierfür ist die Steam Punk genannte Stilrichtung, die vor allem in Hinblick auf die opulente Formgebung bewusst an die Viktorianische Stilrichtung angelegt wurde. Der gravierende Unterschied ist jedoch, dass Steam Punk düsterer, schwerer, industrieller und dadurch auch ein wenig roher als die Viktorianische Stilrichtung wirkt, die doch zumeist durch natürliche Pastelltöne geprägt ist.

Nicht schäbig, sondern shabby

Wenn es um eine Viktorianische Inneneinrichtung geht, gibt es neben Steam Punk und dem besagten Vintage Style noch einen weiteren Einrichtungsstil, der sich geradezu aufdrängt. Gemeint ist der sogenannte Shabby Chic, bei dem es darum geht, Möbel und Accessoires verschiedener Linien beziehungsweise Kollektionen oder sogar Stilrichtungen dahin gehend miteinander zu kombinieren, dass sie zusammen ein in sich stimmiges oder harmonisches Bild ergeben, das individueller nicht sein könnte.

Titelbild: © istockphoto – mppriv

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Klaus Peters

Klaus Peters, 1970 in Dresden geboren, hat vor 10 Jahren seinen Handwerksmeister an der Meisterschule Hannover gemacht. Seit 2001 arbeitet und lebt der Frauenschwarm als selbständiger Handwerker (Gas & Wasser) in Berlin. Seit sein Sohn ihm vor zwei Jahren das Internet näher gebracht hat, ist der Naturliebhaber und Angler mittlerweile ein passionierter Blogger und Online-Redakteur in seiner Branche. Texte zu den Themen Garten, Möbel, Ein- und Umzug sowie Dekoration und Bau sind sein täglich Brot.

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