Zeitgemässe Raumgestaltung – die Herausforderung für den Architekten

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Das Aufgabenportfolio des Innenarchitekten hat sich in den letzten Jahren vergrößert

Das Aufgabenportfolio des Innenarchitekten hat sich in den letzten Jahren vergrößert

Früher wurde unter dem Begriff Innenarchitektur die ganzheitliche und aufeinander abgestimmte Symbiose verstanden, die sich aus den Disziplinen Kozeptionierung und Gestaltung für Wohnräume generierte. Dabei galt schon immer die Zielsetzung, ästhetisch-künstlerische Aspekte sowie auch technisch-konstruktive Belange zu berücksichtigen. In den entsprechenden Räumlichkeiten – unabhängig vom gewählten Design bzw. Stil – musste ein  „Wohlfühlcharakter“ realisiert werden.Die moderne Innenarchitektur des 21. Jahrhunderts folgt zwar immer noch diesem Anforderungsprofil, aber weitreichende Gestaltungsmöglichkeiten und -freiheiten sowie individualisierte Bedürfnisse der Bewohner haben das Aufgabenportfolio eines Innenarchitekten deutlich vergrößert. 

Räume bringen Emotionen zum fließen

Da in der heutigen Zeit das Umbauen, Sanieren und Modernisieren einen regelrechten Boom erlebt, bilden diese neuen Inhalte die Basis einer zeitgemäßen Innenarchitektur. Sie kann den Wohnraum  so verändern, dass er mit den Bewohnern interagiert, sowie veränderbar in Fragen rund um das Design bleibt. Um diesen Anforderungen gerecht zu werden, sollte ein Architekturbüro bei der Konzeptionierung, dem Entwerfen, dem Planen und der letztendlichen Realisierung nie außer Acht lassen, dass Innenräume durch eine individuelle Ausgestaltung und der Initiierung eines sozialen, psychischen und physischen Wohlbefindens den entsprechenden Räumen  einen eigenen Charakter verleiht.

Gerade in Einfamilienhäusern entwickeln die Bewohner mittels räumlicher Wahrnehmungen spezielle Empfindungen und Beziehungen. Ein Innenarchitekt sollte dabei eine Art „atmenden Raum“ schaffen, der sich mit den Menschen als sich charakterlich wandelnde Protagonisten verändern kann, um stets lebendig und gegenwärtig zu erscheinen.

Ideen sind Trumpf in der Architektur

Dementsprechend variabel muss ein beauftragter Architekt beim Gestalten vorgehen. Hierbei sollten mehrere Strömungen miteinander in Einklang gebracht werden, damit ein ganzheitliches, aufeinander abgestimmtes Bild entstehen kann. So sind neben übergeordneten Themen rund um den Innenausbau oder auch den Raumbildenden Ausbau thematische Schwerpunkte in den Bereichen Beleuchtung, Sonnenschutz, Belichtung, Belüftung oder auch Raumklima zu setzen. Zudem kommt der Wahl der Farben, Materialien und Oberflächen wie zum Beispiel Stuck, Vertäfelung, Tapete sowie Fußbodenbelag eine entscheidende Bedeutung zu. In heutigen Einfamilienhäusern können bereits in dieser Phase durch die entsprechende und vor allem individualisierte Planung der Schwerpunkte stilbildende Maßnahmen ergriffen werden. Ob klassisch, modern, doch eher rustikal oder sogar mediterran – ein Innenarchitekt kann durch das Setzen entscheidender Schwerpunkte nahezu jede individuelle Idee umsetzen respektive realisieren.

Optimiertes Facilitymanagement sollte stets zum Leistungsportfolio gehören

Bei einer optimierten Gestaltung darf aber auch nicht die Technikintegration unterschätzt werden; zudem sollte ein ausgefeiltes Facilitymanagement stets einen zentralen Punkt in dem Aufgabenportfolio bzw. der Denkweise eines Architekten einnehmen. Gerade letzterer Punkt sollte bei einem professionell und zeitgemäß agierendem Büro eine wichtige Rolle einnehmen. Dabei sollten bei dieser grundsätzlich neuen Idee rund um ein cleveres Facilitymanagement vor allem der taktische und strategische Ansatz berücksichtigt werden. So sollte der jeweilige Innenarchitekt eine koordinierte Abwicklung von Prozessen innerhalb der Räumlichkeiten für die Bewohner realisieren. So kann ein Architekt durch gestaltungstechnische und bauliche Maßnahmen dafür sorgen, dass Betriebskosten dauerhaft gesenkt, Fixkosten flexibilisiert sowie die technische Verfügbarkeit von Anlagen gesichert werden. Ganzheitlich betrachtet hilft ein Innenarchitekt bei der langfristigen Werterhaltung von Innenräumen, Anlagen und dem gesamten Gebäude. Diese Maßnahmen innerhalb eines cleveren Facilitymanagements sind für die Inhaber, Mieter bzw. einfach nur Bewohner eines Einfamilienhauses sicherlich noch ein Stück wichtiger als zum Beispiel für Mieter in einem Mehrfamilienhaus.

Gewählte Ausstattungsmerkmale sollten stets im Einklang zueinander stehen

Zu guter Letzt sollte sich ein Innenarchitekt aber auch um die Raumakustik kümmern, die nachweislich zum Wohlfühlcharakter beitragen kann. In Bezug auf die Gestaltung bzw. das Design von Innenräumen ist aber natürlich die klassische Aufgabe innerhalb der Innenarchitektur das Wählen einer ansprechenden und bedarfsgerechten Ausstattung. Dabei ist nicht nur die Auswahl der Möbel höchst interessant, Kernkompetenzen sollte ein zeitgemäß arbeitender Innenarchitekt auch in den Bereichen Textilien, Kunstwerke und Medien aufweisen. Nur bei wirklich stimmigen bzw. zueinander passenden Ausstattungsmerkmalen wird ein entsprechender Innenarchitekt den viel zitierten Wohlfühlcharakter mit den individuellen Bedürfnissen der Bewohner in Einklang bringen.

© djama – Fotolia.com

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Klaus Peters

Klaus Peters, 1970 in Dresden geboren, hat vor 10 Jahren seinen Handwerksmeister an der Meisterschule Hannover gemacht. Seit 2001 arbeitet und lebt der Frauenschwarm als selbständiger Handwerker (Gas & Wasser) in Berlin. Seit sein Sohn ihm vor zwei Jahren das Internet näher gebracht hat, ist der Naturliebhaber und Angler mittlerweile ein passionierter Blogger und Online-Redakteur in seiner Branche. Texte zu den Themen Garten, Möbel, Ein- und Umzug sowie Dekoration und Bau sind sein täglich Brot.

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