Projekt Hausbau – welche Versicherungen sind sinnvoll?

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Schützende Hände über einem Haus

27Ein Haus zu bauen, ist ein großes Projekt. Die folgenden Versicherungen sollten nicht fehlen, damit aus einem Schaden am Neubau kein Fiasko wird.

Bauherren müssen sich mit Versicherungen schützen

Auch wenn noch so gründlich geplant wird, es kann leider immer etwas schief gehen. Die Kosten, die durch die unvorhergesehenen Unglücksfälle entstehen, können sehr schnell astronomische Höhen erreichen. Da ist es gut, wenn man ausreichend versichert ist. Versicherungen hilfen, die materiellen Folgen des Unvorhersehbaren abzumildern, damit aus dem Schaden wenigstens keine finanzielle Katastrophe für den Hausherrn wird.

Wohngebäudeversicherung und Bauleistungsversicherung schützen den Bau

Vor Naturgewalten wie Unwetter, Feuer oder eines Wasserrohrbruch ist das Haus auch während seiner Bauphase nicht gefeit. Bei großen, umfangreichen Schäden muss im Notfall von Neuem mit dem Bau begonnen werden. Die Absicherung von Wohneigentum umfasst Schäden am Haus und die damit fest verbundenen Bestandteile wie Terrassen, Garagen und Einbaumöbel. Je nach Lage des Hauses ist es ratsam, die Versicherung auch auf Sturmfluten, Überschwemmungen und Bergbauschäden auszudehnen.

Eine Vorstufe zur Versicherung des Wohngebäudes stellt die Bauleistungsversicherung dar. Mit dieser Versicherung wird vor allem der Rohbau gegen Schäden während des Bauens abgesichert. So können beispielsweise Wetterereignisse wie Starkregen und Sturm erhebliche Schäden am Rohbau verursachen, die sehr kostspielig beseitigt werden müssen. Auch bei Vandalismus und Diebstahl auf der Baustelle greift die Bauleistungsversicherung. Ein genauer Blick in die Verträge ist sehr ratsam. Insbesondere Feuer ist in vielen Fällen nicht automatischer Bestandteil im Versicherungsschutz.

Zu den wichtigen Versicherungen gehören

  • Wohngebäude- und Bauleistungsversicherung
  • Bauherrenversicherung
  • Risikolebensversicherung oder Restschuldversicherung

Eine der wichtigsten Versicherungen für den Hausbau ist die Bauherrenhaftpflichtversicherung. Denn der Bauherr ist verpflichtet, die Baustelle ordnungsgemäß abzusichern. Kommt der Bauherr dieser Pflicht nicht nach, haftet er für die Schäden, die dadurch entstehen. Die Höhe der Bauherrenhaftpflichtversicherung richtet sich dabei nach der Höhe der Bausumme.

Handwerker Tipp
Grundsätzlich ist die Bauherrenhaftpflichtversicherung zwar Bestandteil jeder Haftpflichtversicherung, doch oftmals sind dabei die Bausummen gedeckelt. Ratsam ist es auf jeden Fall, vor Baubeginn zu überprüfen, ob die Haftpflichtversicherung tatsächlich den geplanten Bau und die volle Bausumme einschließt.

Finanzielle Risiken absichern

Nur in seltenen Fällen gelingt es, ein Haus zu bauen, ohne bei der Bank einen großen Kredit aufzunehmen. Oft ist es der Hauptverdiener in der Familie, der diese Schuld gegenüber der Bank auf sich nimmt. Wenn der Hauptverdiener nun unerwartet stirbt, können die Raten für den Kredit bei der Bank sehr oft von den anderen Familienmitgliedern nicht mehr aufgebracht werden. In solchen Fällen steht schnell die ganze Finanzierung auf dem Spiel. Neben den tragischen Todesfall droht nun auch noch der Verlust des Hauses. In diesem Falle greift die Risikolebensversicherung. Nicht selten machen Banken diese Versicherung zur Voraussetzung für den Kredit.

Eine Alternative zur Risikolebensversicherung ist die sogenannte Restschuldversicherung. Anders als bei der Risikolebensversicherung wird bei der Restschuldversicherung kein vorher gewählter Betrag ausgezahlt. Die Restschuldversicherung dient nur zur Tilgung des noch offenen Darlehnsbetrags. Das ist vor allem durch die geringeren Kosten attraktiv. Da mit jeder Ratenzahlung die Restschuld sinkt, sinken auch die Versicherungsbeiträge.

Versicherungen lohnen sich

Viele Bauherren scheuen die Kosten für die Versicherung. Doch sie begehen einen großen Fehler, wenn sie aus Kostengründen darauf verzichten.

Denn wenn der Schaden eintritt, sind die direkten und indirekten Folgekosten oft so hoch, dass es den Bankrott für den Bauherrn bedeuten kann. Da ist das Geld, das man in die Versicherung steckt, sicherlich gut investiert.

Titelbild: ©istock.com – denphumi

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Klaus Peters

Klaus Peters, 1970 in Dresden geboren, hat vor 10 Jahren seinen Handwerksmeister an der Meisterschule Hannover gemacht. Seit 2001 arbeitet und lebt der Frauenschwarm als selbständiger Handwerker (Gas & Wasser) in Berlin. Seit sein Sohn ihm vor zwei Jahren das Internet näher gebracht hat, ist der Naturliebhaber und Angler mittlerweile ein passionierter Blogger und Online-Redakteur in seiner Branche. Texte zu den Themen Garten, Möbel, Ein- und Umzug sowie Dekoration und Bau sind sein täglich Brot.

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