Unkraut effektiv beseitigen – Die 5 besten Hausmittel

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Unkraut zwischen Gehwegplatten

Unkraut ist das größte Ärgernis eines jeden ambitionierten Hobbygärtners. Doch es muss nicht immer gleich die Chemiekeule sein, wenn es darum geht, Unkraut effektiv zu beseitigen. Es gibt zahlreiche Hausmittel gegen unliebsame Gewächse.

Essig als universelles Hausmittel

Essigessenz oder reiner Essig kann in vielen Bereichen des Haushalts eingesetzt werden. Das Mittel hilft gegen Kalk, Verschmutzungen und ist zur Desinfektion geeignet. Was die meisten Menschen nicht wissen – Essig ist auch ein wirksames Mittel gegen wucherndes Unkraut. Allerdings schadet die enthaltene Säure nicht nur den unerwünschten Gewächsen, sondern auch anderen Pflanzen. Aus diesem Grund sollte mit der Dosierung und dem Ausbringen sehr vorsichtig umgegangen werden. Außerdem gelten einige Regeln, welche beachtet werden sollten:

  • Essig gilt als Pflanzenschutzmittel
  • Pflanzenschutzgesetz muss beachtet werden
  • Einsatz von Essig im Garten maximal zweimal pro Jahr
  • Konzentration maximal 100 ml Essig pro Quadratmeter

Wenn die obigen Regeln beachtet werden, steht der Unkrautvernichtung mit der Hilfe des Essigs als Hausmittel nichts mehr im Wege. Pure Essigessenz löst sich ganz einfach im Wasser auf und kann dann entweder mit einer Gießkanne oder mit einer geeigneten Sprühflasche auf dem Unkraut verteilt werden. Die erwünschten Pflanzen sollten bei diesem Vorgehen möglichst wenig oder besser gar nichts von dem Gemisch aus Essig und Wasser abbekommen.

Kartoffelwasser ist eine unbedenkliche Alternative

Wasser aus abgekochten Kartoffeln kann Unkraut effektiv beseitigen. Anders als bei Essig ist hier nicht mit umweltschädigenden Konsequenzen zu rechnen. Alternativ kann auch Reiswasser oder Nudelwasser angewendet werden. Die in den Kartoffeln enthaltene Stärke wird beim Kochen an das Wasser abgegeben und wirkt verstopfend auf die feinen Poren der Blattoberfläche aller Unkräuter. Bei der Verteilung im Garten muss nichts Besonderes beachtet werden. Die erwünschten Pflanzen sollten nicht begossen werden, da auch hier die sogenannte Epidermis verstopft werden kann.

Diese Methode ist zwar besonders umweltschonend und noch dazu günstig, allerdings muss sie regelmäßig wiederholt werden. Aufgrund der positiven Aspekte sollte zu Gunsten von Natur, Umwelt und der eigenen Gesundheit trotzdem auf zusätzliche chemische Maßnahmen verzichtet werden. Vor allem, wenn sich im Haushalt kleine Kinder oder Haustiere befinden, ist diese Methode empfehlenswert.

Backpulver, Feuer und Haushaltsfolie wirken Wunder

Wenn das Unkraut mit einer lichtundurchlässigen Folie abgedeckt wird, geht es früher oder später aus Mangel an Licht und Luft kaputt. Pflanzen benötigen Sonnenlicht zur Fotosynthese. Wenn diese nicht mehr stattfindet, verkümmern sie – dasselbe gilt glücklicherweise für Unkraut jeglicher Art. Besonders geeignet zum Abdecken ist Alufolie, da diese im Gegensatz zu anderen Folien garantiert einen abdunkelnden Effekt hat. Luftdurchlässig ist sie ebenfalls nicht – sofern sie möglichst sorgfältig angebracht wird. Wenn sie dann noch mit einem Stein oder etwas Erde beschwert wird, dauert es in der Regel nicht länger als ein bis zwei Tage und die abgestorbenen Unkräuter können ganz einfach entfernt sowie entsorgt werden.

Backpulver ist ebenfalls eine vielseitige Allzweckwaffe und adäquates Mittel zur Unkrautvernichtung. Es genügt vollkommen, wenn zwei oder maximal drei Pakete Pulver mit circa fünf Liter Wasser vermischt werden. Wenn außerdem ein sonniger und vor allem trockener Tag für das Verteilen der Flüssigkeit gewählt wird, wirkt das Mittel besonders effektiv. Nach dem Aufbringen mit der Gießkanne oder einem anderen Hilfsmittel verdampft das Wasser zügig und das Backpulver kann seine vernichtende Wirkung voll entfalten.

Auch das Abflammen entfernt das Unkraut dauerhaft. Außerdem ist diese Methode ungiftig und vollkommen legal. Besonders für Unkraut, welches zwischen Fugen oder in schmalen Ritzen wuchert, bietet sich diese Methode an. Ein Bunsenbrenner kann entweder geliehen werden oder ist günstig im Handel zu erstehen, sofern er regelmäßig benutzt werden soll.

Hausmittel immer besser als Chemiekeulen

Handwerker Tipp
Wer zu den oben genannten Mitteln greift, der tut sowohl seinem eigenen Garten als auch der Umwelt im Allgemeinen etwas Gutes. Wenn häufiger auf giftige Chemiekeulen verzichtet wird, schont das nicht nur den Geldbeutel, sondern schützt auch im Garten spielende Kinder und frei laufende Haustiere. An Effektivität mangelt es den Hausmitteln auf keinen Fall. Essig, Backpulver, Folie, Bunsenbrenner und Kartoffelwasser verhelfen allesamt zu einem unkrautfreien und gesunden Garten.

Titelbild: ©iStock.com – JensGade

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Klaus Peters

Klaus Peters, 1970 in Dresden geboren, hat vor 10 Jahren seinen Handwerksmeister an der Meisterschule Hannover gemacht. Seit 2001 arbeitet und lebt der Frauenschwarm als selbständiger Handwerker (Gas & Wasser) in Berlin. Seit sein Sohn ihm vor zwei Jahren das Internet näher gebracht hat, ist der Naturliebhaber und Angler mittlerweile ein passionierter Blogger und Online-Redakteur in seiner Branche. Texte zu den Themen Garten, Möbel, Ein- und Umzug sowie Dekoration und Bau sind sein täglich Brot.

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